Hartmut Förster öffnet wieder sein Museum in Lüdelsen / Eine Geschichte zu jedem Ausstellungsstück

569 Weihnachtskrippen aus 82 Ländern

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Hartmut Förster mit seiner ersten Krippe, die er 1967 von seiner Schwester geschenkt bekam.

rl Lüdelsen. Wenn Hartmut Förster in seine Weihnachtskrippenausstellung geht, dann funkeln seine Augen. Der pensionierte Pastor sammelt seit 1997 intensiv Weihnachtskrippen. Damals hat er einfach 70 Botschaften angeschrieben.

„Es kamen sage und schreibe 33 Krippen zurück. An so viel Zuspruch hätte ich nie im Leben gedacht“, freut sich Förster.

Hartmut Förster hat Lüdelsen im Altmarkkreis Salzwedel in der ganzen Welt berühmt gemacht. Rund 4500 Besucher hat er schon durch die ehemalige Dorfschlachterei, die er 2004 zu einem kleinen Museum umgerüstet hat, geführt. Zu jeder Krippe weiß Förster eine Geschichte zu erzählen, die oft sehr emotional wird. Denn hinter vielen der Kunstwerke hängen Schicksale. Krippen aus Holz, Pappe, Papier, Kunststoff oder Stein sind fein aufgestellt und teilweise beleuchtet. Derzeit besitzt Förster 569 Krippen aus 82 Ländern. Das Ende seiner Sammelleidenschaft ist nicht abzusehen.

Eine Fischerkrippe aus Peru: Jesus liegt darin auf dem Bauch.

Der 72-jährige ist in Sammlerkreisen heute auf dem ganzen Globus bekannt. Viele Krippen hat er einfach so geschenkt bekommen, darunter richtige Raritäten. Sein Krippenmuseum ist an jedem Sonntag im Dezember und am 5. Januar 2014 jeweils von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Weitere Besichtigungstermine sind nach Absprache möglich. Mit dem Besuch des Krippenmuseums lohnt sich auch die Besichtigung der einzigen Gefallenengedächtniskirche Deutschlands. Auch sie steht in Lüdelsen und wurde von 1922 bis 1924 erbaut. „Diese Kirche steht anstelle eines Kriegerdenkmals“, weiß Förster. Aber auch die Wassermühle im Ort oder der vier Kilometer lange archäologisch-historische Wanderweg laden zum Besuch des langgezogenen Ortes in der westlichen Altmark. Der Wanderweg führt an einer der größten Hünengrabanlagen Deutschlands vorbei. „Grabungen am sogenannten Königsgrab haben Erstaunliches zu Tage gebracht. Kommen sie uns besuchen“, macht Hartmut Förster neugierig.

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