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Beetzendorfs Bienen sind startklar

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Von: Kai Zuber

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Ein älterer Mann überreicht einem ebenfalls älteren Mann als Dank für jahrzehntelange erfolgreiche Vereinsarbeit einen Blumenstrauß.
Der langjährige Vereins-Chef Günter Schröder (l.) wird von dem neu gewählten Stellvertreter Burkhard Herfort für seine Verdienste um die Imkerei geehrt. © Kai Zuber

Mit großem Engagement und viel Erfolg führte der Apenburger Günter Schröder lange Jahre den Beetzendorfer Imkerverein „Eintracht“. Unter seiner Regie füllten sich auch die Reihen der Mitglieder mit vielen Jungimkern. Am Wochenende nun wurde dem langjährigen Vorsitzenden dafür Dank gezollt. Gleichzeitig wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Beetzendorf – Matthias Baumann ist neuer Vorsitzender. Jürgen Schulz wurde zum Ehrenmitglied im Vorstand gewählt. Mit Gerhard und Thomas Kämpfer sowie Anke und Hinnerk Jordan gab es auch vier Neuaufnahmen. Der Stellvertreter Burkhard Herfort dankte Günter Schröder für die gute Zusammenarbeit. Schröder bleibt aber im Verein aktiv. Zusammen mit Andrea Grieskamp kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem wird der Apenburger die Internetseite des Vereins betreuen. Weiter im neuen Vorstand sind tätig: Volker Gäde als Kassierer und Hanfried Plato als Honig-Obmann. Matthias Börner kümmert sich um die Wanderung und Angelika Auer um die Imkerausbildung in Diesdorf. „Besonders erfreulich ist, dass Matthias Baumann 2021 trotz der Pandemie den Anfängerkurs zu einem guten Ende bringen konnte. Diese Kurse sind für unseren Verein sehr wichtig, denn von den zur Zeit 44 Mitgliedern sind 21 durch die Imkerkurse der letzten Jahre zu uns gekommen. In diesem Jahr ist der Imkerlehrgang so stark nachgefragt, dass mehreren Interessenten abgesagt wurde“, sagte der scheidende Vorsitzende Günter Schröder in seinem Rechenschaftsbericht.

Zur Entwicklung der Imkerei: In den letzten Jahren hat der Ertrag und auch die Völkerentwicklung sehr unter den Wetterbedingungen gelitten. Trachtpflanzen, wie Raps, Robinie und Obstbäume kamen auf Grund des Klimawandels bis zu drei Wochen früher zur Blüte. Wenn es dann Spätfröste gab, fiel der Ertrag mehr oder weniger aus. Kornblume, Weißklee und ähnliche Trachten litten sehr unter der anhaltenden Trockenheit. Die Bemühungen um junge, leistungsstarke und sanftmütige Bienenvölker sind laut Schröder noch nicht ausreichend. Nur drei Mitglieder brachten Königinnen zur Belegstelle. Ihre Völker sind sanftmütig und leistungsstark. Ein Kompromiss sei der Kauf unbegatteter Königinnen, die dann in Ableger eingesetzt werden. „Ableger sind überhaupt eine gute Möglichkeit, um die Milbenlast zu verringern und Winterverluste zu vermeiden. Sie sind die Rennpferde der nächsten Saison. An dieser Stelle soll auch darauf hingewiesen werden, dass die wesensgemäße Bienenhaltung, wie sie von Nadine Fischer praktiziert wird, ebenfalls eine gute und erprobte Form der Imkerei ist“, betonte der Apenburger. Deshalb sei es gut, dass die Teilnehmer des Anfängerkurses über die wesensgemäße Bienenhaltung informiert werden. „Die Milben sind nach wie vor die größte Gefahr für unsere Bienen. Die harte Chemie hat nicht zu entscheidenden Lösungen geführt. Auch die Toleranzzucht ist noch nicht am Ziel. Es bleiben die biologischen Methoden, die der Imker oder die Imkerin anwendet, zum Beispiel Ablegerbildung und Zwei-Volk-Betrieb“, führte Günter Schröder aus.

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