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Kleine „Waldfüchse“ der Kita Beetzendorf auf Entdeckertour

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Von: Kai Zuber

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Zahlreiche Kinder stehen im Rahmen einer Schatzsuche um ein Mädchen herum und schauen auf einen grünen Karton, den es in seinen Händen hält.
So manchen Schatz hält die Natur im Wald parat. Er muss nur gefunden und gehoben werden. Mal sehen, was sich in der grünen Schachtel verbirgt. © Kai Zuber

Die Natur mit Kinderaugen entdecken und dabei viel Wissenswertes über Pflanzen, Tiere und Lebensräume erfahren, das ist das Ziel der kleinen „Waldfüchse“ auf ihrer Entdeckertour.

Beetzendorf – Das erfolgreiche Naturprojekt der Kita Beetzendorf und Förster Jürgen Friedrichs, Revierleiter im Betreuungsforstamt Westliche Altmark, ist von langer Hand geplant und sorgfältig vorbereitet worden.

Zahlreiche Kinder stehen vor liegenden Baumstämmen und ertasten an den Schnittstellen die Jahresringe.
„So sehen Bäume aber komisch aus“: Die Waldfüchse ertasten die Jahresringe. © Kai Zuber

Die letzten Durchgänge der Exkursionen des Waldfuchsprojektes waren im November die Erkundung des „Adlerhorst“-Areals und die gemeinsame Natur-Schatzsuche, die vom Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt und vom Betreuungsforstamt Westliche Altmark gemeinsam mit der Revierförsterei Beetzendorf, Ortsteil Tangeln unterstützt wurde. Mit den Beetzendorfer Kita-Vorschulkindern aus der Wolken-, Mäuse- und Blumengruppe ging es zum ersten Mal als ,,Waldfüchse“ in den Beetzendorfer Park. Alle Kinder freuten sich riesig darauf und standen erwartungsfroh mit gepackten Rucksack vor der Beetzendorfer Kita startbereit. Als Erstes führte der gemeinsame Weg mit Förster Jürgen Friedrichs zum so genannten Adlerhorst. Es ist Tradition, die „Adlerhorst“-Waldhütte jedes Jahr mit Stöcken und Ästen auszubessern, um im Anschluss daran mit allen Kindern darin zu frühstücken. An der frischen Luft haben Kinder immer großen Hunger. Jürgen Friedrichs gesellte sich während des Essens zu den Kindern. Er stellte sich allen vor und erzählte, was ein Förster eigentlich den ganzen Tag so macht.

Eine Schar Kinder steht um niedrige Bäume herum und lässt sich von einem Förster die verschiedenen Arten erklären.
Förster Jürgen Friedrichs (r.) erklärt den kleinen „Waldfüchsen“ von der Kita Beetzendorf auch die verschiedenen Baumarten. © Kai Zuber

Als Einführung wurde über das Verhalten im Wald, über die Tiere und über die Baumarten im Wald gesprochen. „Einige Vorschulkinder wussten schon recht sehr viel“, freuten sich Friedrichs und die Erzieher gleichermaßen. Anschließend ging es weiter in den Park. Jürgen Friedrichs zeigte den Waldfüchsen, wo und warum neue Bäume gepflanzt wurden. „Ursachen dafür sind Trockenheit, anderes Wetter und der Borkenkäfer“, so der Förster. Die Waldfüchse lernten auch, dass diese kleinen Bäume eingezäunt werden, weil sie sonst von den Tieren angefressen werden. Auf dem Lehrpfad wurde es dann spannend, weil auch ein Unterschlupf der seltenen Fledermäuse gefunden wurde. An den Baumstämmen lernten die kleinen Waldfüchse, dass man das Alter der Bäume anhand der Jahresringe bestimmen kann. „Im nächsten Jahr geht es dann weiter mit dem Projekt. Dann gibt es für die Kinder eine kleine Waldfuchs-Prüfung und ein Zertifikat“, erklärte Förster Friedrichs.

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