Leiterin Irmtraud Subke kämpft für den Erhalt der kleinen Apenburger Bibliothek

„Was bleibt uns denn noch?“

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Bei Isabel (8, v.l.) und Esther (7) haben die Bemühungen der Büchereileiterin gefruchtet. Regelmäßig leihen sie sich neuen Lesestoff.

Apenburg. Irmtraud Subke liegt ihre Arbeit in der kleinen Apenburger Bibliothek sehr am Herzen. Das merken ihre Stammleser schnell, wenn sie die Räume im Bürgerhaus betreten. Mit Fleiß und Akribie hat sie „ihre“ Bücher im Blick und gut sortiert.

Sie ist nah an den Wünschen ihrer Kunden. Das beweisen moderne Titel wie die Adler-Olsen-Thriller oder Prinzessin Lilifee-Bücher für die kleinen Besucher. „Was bleibt uns denn sonst noch?“, fragt Subke, die große Sorgen um den Erhalt der kleinen Bücherei hat. Die Leserzahlen sinken ebenso wie die Bestände in den kommunalen Kassen.

Irmtraud Subke setzt sich für die kleine Apenburger Bibliothek ein und versucht neue Leser zu gewinnen.

Nur einmal in der Woche, dienstags zwischen 16 und 18 Uhr, können in der Apenburger Bibliothek Bücher ausgeliehen werden. Für Subke gehört die Institution zum Dorfleben dazu. Sie sorgt sich um die Zukunft des Fleckens. Viele Menschen zieht es von den Dörfern in die Zentren der Altmark, wie Salzwedel, Stendal oder Gardelegen (die AZ berichtete). Damit fallen viele liebgewonnenene Einrichtungen dem kommunalen Sparzwang zum Opfer. Irmtraud Subke spornt diese Situation augenscheinlich an. „Ich fahre in die Gardelegener Bibliothek, bin viel in Buchläden unterwegs – ich will über aktuelle Trends informiert sein.“ Ihr Einsatz schien sich zumindest am letzten Öffnungstag vor Weihnachten bewährt zu haben. Gleich fünf historische Romane nimmt eine Seniorin für die Feiertage mit. Auch einige Kinder schauen vorbei und werden schnell fündig. Es wird gescherzt, sich über Neuheiten informiert und natürlich über Neuigkeiten aus dem Dorf gesprochen.

Irmtraud Subke wird weiter so aktiv für „ihre“ Bibliothek sein. Ob es die kommunalen Haushalte auch sind, steht in den Sternen – oder liegt in den Händen der Leser.

Von David Schröder

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