Werden die Freibäder der Verbandsgemeinde auf die Badesaison vorbereitet?

„Warten auf Vorgaben von oben“

Ob auch in diesem Jahr ein Sprung ins kühle Nass der Freibäder möglich sein wird, ist derzeit noch sehr ungewiss. Während in einigen Gemeinden der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf die Bäder bereits auf die Badesaison vorbereitet werden, warten andere noch ab, wie sich die Lage wegen der Corona-Krise entwickelt. Foto: AZ / archiv
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Ob auch in diesem Jahr ein Sprung ins kühle Nass der Freibäder möglich sein wird, ist derzeit noch sehr ungewiss. Während in einigen Gemeinden der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf die Bäder bereits auf die Badesaison vorbereitet werden, warten andere noch ab, wie sich die Lage wegen der Corona-Krise entwickelt. Foto: AZ / archiv

Beetzendorf – Die vielen Sonnenstunden und die milden Temperaturen in der vergangenen Woche haben bei so manchem die Vorfreude auf die kommende Badesaison steigen lassen. Normalerweise werden die meisten Bäder im Mai eröffnet.

Doch normal ist in Zeiten der Corona-Krise fast gar nichts mehr. Die ganze Welt befindet sich in einem bisher nicht gekannten und für möglich gehaltenen Ausnahmezustand. Werden die Freibäder in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf trotzdem auf die Badesaison vorbereitet, in der Hoffnung, dass die zurzeit noch bestehenden Verordnungen rechtzeitig gelockert werden?.

„Eröffnung nicht von Witterung abhängig“

„Angesichts der momentanen Situation und der damit verbundenen Einschränkungen im öffentlichen Leben ist es mir unmöglich, über die Eröffnung der Badesaison in Beetzendorf zu spekulieren“, teilte der Bürgermeister Lothar Köppe auf AZ-Anfrage mit. Untätig ist die Gemeinde deshalb aber nicht. „Wir sind aktiv dabei, alle Vorbereitungen zu treffen, um sobald als möglich zu öffnen. Die Eröffnung hängt in diesem Jahr nicht von der Witterung oder dem Datum ab“, informierte Köppe. Und fügte abschließend noch hinzu: „Im Moment tun wir noch so, als ginge die Saison am 2. Mai los.“

Ähnlich wie mit dem Beetzendorfer Stölpenbad verhält es sich mit dem Waldbad in Apenburg. „Wir sind dabei, technisch alles vorzubereiten“, sagte Ninett Schneider, Bürgermeisterin des Fleckens Apenburg-Winterfeld. Dies werde von den Gemeindearbeitern erledigt. Unterstützung erhalte man von Mitgliedern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Diesdorf. Eines sei aber wegen des Kontaktverbots klar: „Große Arbeitseinsätze sind erst mal nicht möglich“, erklärte Schneider. Und weiter: „Wir warten darauf, wie sich die Lage entwickelt. Jetzt geht die Sicherheit vor.“ Die Gemeinde sei flexibel, was eine spätere Eröffnung der Badesaison angeht.

Im Diesdorfer Erlebnisbad werde die Saison meistens Mitte Mai eröffnet, sagte Bürgermeister Fritz Kloß. „Wir warten mal ab, wie sich die Lage entwickelt.“ Bis nach Ostern, bis zum 19. April, gelte die Verordnung der Landesregierung. Deshalb warte man noch mit der Reinigung der Wasserbecken. Da es sich um Edelstahlbecken handele, müsse immer, also auch nach der Badesaison, etwas Wasser in den Becken drin bleiben. Das Ablassen des Wassers und das Reinigen der Becken dauere etwa drei Tage. „Sobald neues Wasser drin ist, kostet das Geld, wegen der Technik zum Umwälzen des Wassers“, erklärte Kloß.

Das Dährer Waldbad werde derzeit für die Badesaison vorbereitet, informierte Bürgermeister Bernd Hane. Ab Anfang April würden die in jedem Jahr anstehenden Aufgaben wie Reinigungsarbeiten, Reparaturen, Wasseraustausch erledigt. Ansonsten gilt in Dähre wie wohl überall im Land: „Wir warten auf Vorgaben von oben.“ Die Eröffnung der Saison sei für den 23. Mai geplant.

VON CHRISTIAN REUTER

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