Solaranlage kommt später

Waldbad Dähre wird auf die Saison vorbereitet: Wasser läuft schon in die Becken

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Mit Sicherheitsabstand zwischen den Teilnehmern fand am Montag im Waldbad die Sitzung des Dährer Gemeinderates statt. Bürgermeister Bernd Hane (2.v.l.) leitete die Sitzung.

Dähre – Die jüngste Sitzung des Dährer Gemeinderates fand am Montagabend an einem besonderen Ort statt: im Waldbad. Dies hatte auch seinen Grund. „Ich halte es für richtig, dass wir das Bad weiter für die Saison vorbereiten. Wasser wird bereits in die Becken gelassen,“ sagte Bürgermeister Bernd Hane.

Er verwies auf die Situation im benachbarten Niedersachsen.

„Dort sollen am 25. Mai Bäder unter Auflagen öffnen dürfen.“ Zumal klar sei, dass sich das Coronavirus nicht im mit Chlor behandelten Wasser verbreiten könne.

Der Bürgermeister verdeutlichte auch den direkten Zusammenhang zwischen einem gefüllten Becken und den damit verbundenen Kosten: „Sobald wir das Wasser einlaufen lassen, läuft die Eieruhr, müssen wir Chemie dazugeben und brauchen Strom. Denn wenn wir nichts machen, wird das ein fauler Pfuhl.“ Zum Füllen der Becken mit Wasser gebe es aber keine Alternative. „Da muss Wasser rein, sonst platzen die Fliesen auf dem Boden wegen der großen Temperaturschwankungen im Sommer“, betonte Hane.

Auch zur auf dem Dach des Sanitärtraktes geplanten Solaranlage im Waldbad informierte er die Ratsmitglieder. „Wir sollten 18 Cent je Kilowattstunde zahlen, ohne Mehrwertsteuer.“ Das Angebot sei zu teuer. Das werde in dieser Badesaison noch nichts.

Während eines Rundgangs sahen sich die Ratsmitglieder auf dem Gelände des Waldbades um. Dabei schauten sie auch in der sogenannten Puppenstube vorbei, die zurzeit noch als Betreuungsraum für die Mädchen und Jungen aus der Abbendorfer Kita genutzt wird.

Für den Raum habe es einen kostenlosen Nutzungsvertrag mit der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf gegeben, teilte Bernd Hane auf AZ-Nachfrage mit. Der Vertrag sei noch mal verlängert worden, wegen der Betreuung der Kinder aus der Abbendorfer Kita. Sobald die Kinder dort raus seien, könne der Raum an die Gemeinde Dähre übergeben werden. Diskussionsbedarf gibt es noch wegen der Küche in dem Raum, für die die VG noch 2300 Euro haben wolle, nach bereits zehn Jahren Abschreibung. „Ich schlage 500 bis 1000 Euro vor“, erklärte Ratsherr Harald Heuer.

VON CHRISTIAN REUTER

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