Bürgermeister informierte über Absichten in ehemaligen Grenz-Immobilien

Vorhaben in Dähre: Drei Kasernen, drei Pläne

Achtung, Videoüberwachung!“ Bernd Hane, der Bürgermeister der Gemeinde Dähre, informierte über verschiedene Vorhaben in den ehemaligen Grenz-Immobilien der Ortsteile.
+
Achtung, Videoüberwachung!“ Bernd Hane, der Bürgermeister der Gemeinde Dähre, informierte über verschiedene Vorhaben in den ehemaligen Grenz-Immobilien der Ortsteile.

Dähre – Drei größere, ehemalige Grenzkasernen aus DDR-Zeiten stehen noch heute in der Gemeinde Dähre. Es sind die Kasernen in Bonese, Holzhausen und Dahrendorf. Drei Kasernen, drei völlig unterschiedliche Pläne für die Zukunft.

Dähres Bürgermeister Bernd Hane informierte während der jüngsten Ratssitzung über den aktuellen Stand bei den Altlasten-Immobilien sowie möglichen Vorhaben in den alten Grenzkasernen.

„Bei dem Objekt in Dahrendorf ist es so, dass der derzeitige Eigentümer noch nach konkreten Projekten zur Nutzung und auch nach geeigneten Projektpartnern sucht. Es gibt wohl Überlegungen für ein Schulungszentrum“, so Hane.

Das riesige Kasernen-Gelände in Bonese ist kürzlich an einen Privatmann verkauft worden. Auf 38 000 Quadratmetern des Areals des ehemaligen 2. Grenzbataillons des Grenzregimentes 24 wird derzeit emsig gebaut.

Hinsichtlich des Objektes im Ortsteil Holzhausen hätten wohl vor geraumer Zeit auch die heutigen Eigentümer des Beetzendorfer Beverhotels (wir berichteten) ihr Interesse bekundet. Der Preis sei ihnen aber offenbar zu hoch gewesen. Auch einige junge Leute haben sich für das Objekt interessiert. Eine Anfrage, hier eine Paintball-Schießanlage zu errichten, soll laut Bernd Hane vom zuständigen Ordnungsamt geprüft werden. An diese entsprechenden Mitarbeiter habe er die Sache auch weiter geleitet, sagte der Bürgermeister. Das DDR-Grenzkasernen-Objekt zwischen Schmölau und Bonese hat jüngst ein Privatmann und Handwerker aus Lüder erworben. Er ist auf seinem neuen Anwesen mitten im Umbau.

Kein leichtes Unterfangen auf den 38 000 Quadratmetern des ehemaligen Grenzschutz-Geländes. Der neue Besitzer der Boneser Kaserne erlaubte der AZ dennoch vor den anstehenden gravierenden baulichen Veränderungen, einen detaillierten Blick hinter die Kulissen zu werfen (wir berichteten). Auf dem Gelände sollen künftig Pferde, Lamas und Ziegen weiden. Die Boneser Kaserne war vor der Wende Bestandteil des zweiten Grenzbataillons des Grenzregimentes 24. Das Objekt besteht aus dem üblichen dreietagigen Massivbau des Ministeriums des Inneren der DDR (MDI-Typ 3) mit Soldaten- und Offiziersunterkünften und einem kleinen Knast im Keller, einem Flachbau für den Kfz-Park, einem Garagenkomplex und einem Schleppdach.

Außerdem gab es kleinere Bunkeranlagen mit unterirdischen Gängen und schweren Schleusentoren aus Stahl für das Grenzbataillon und den Stab. Außerdem gab es Hundezwinger-Anlagen und Munitionsbunker. VON KAI ZUBER 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare