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Eindrücke aus erster Hand

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Von: Kai Zuber

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Zahlreiche Senioren sitzen vor einer Westernstadt auf Bänken und schauen auf die auf einer Wiese abgestellten Motorräder vom Typ Harley-Davidson.
Die Biker begrüßten die Radler sehr herzlich und informierten sie über den aktuellen Stand zur Westernstadt. © Kai Zuber

„Aufmerksam geworden sind wir durch die in der AZ der vergangenen Wochen geschilderten Unstimmigkeiten und Querelen zwischen dem Gemeinderat Rohrberg und dem Harley-Davidson-Club, der die Westernstadt am Ahlumer See errichtet hat“, beschreibt Norbert Schulz vom Vorstand der Radlergruppe Jübar seine Ambitionen für die neue Tour. Die Radler wollten sich diese Stätte, die die meisten der Gruppe noch nicht kannten, direkt und aus nächster Nähe ansehen und sich Eindrücke aus erster Hand verschaffen.

Eine Gruppe Senioren steht in einer Westernkulisse vor der hölzernen Fassade eines Hauses.
Die Radlergruppe aus Jübar am Ahlumer See: Sie waren gekommen, um sich vor Ort und persönlich einen Eindruck zu verschaffen. © Kai Zuber

Jübar/Ahlum – „Es ist eine beachtliche Fassade, die einer Filmkulisse aus einem Westernfilm gleichkommt. Wir starteten mit 17 Radlern und wurden von vier Mitgliedern des aus 25 Mitgliedern bestehenden Harly-Davidson-Clubs herzlich begrüßt“, berichtet Schulz weiter. Vor Ort informierten die Biker die Radler aus Jübar und Umgebung dann über die Entstehung und die aktuelle Entwicklung der Westernstadt. Sie besteht weitgehend aus ehemaligen Gartenlauben aus Holz und Spanplatten, die in einer Reihe, zum Teil dicht aneinander errichtet wurden. Mit dem Erdboden in Form von Fundamenten ist keines dieser Häuser fest verbunden. Die letzten vier dieser Unterkünfte bestehen aus Campingwagen, die mit einer Bretterumhüllung versehen sind, um sich dem Gesamtbild anzupassen. Nun gab es vor Jahren, als diese Anlage errichtet wurde, einen anderen Eigentümer dieses Geländes. „Nicht immer wurden die damals getroffenen Festlegungen schriftlich protokolliert, sondern nur per Handschlag vereinbart. Vielleicht ein kleines Versäumnis. Dennoch sollten diese Vereinbarungen, wenn sie unter gestandenen Personen abgesprochen sind, respektiert werden“, meinten die Ausflügler vor Ort am Ahlumer See. Norbert Schulz ergänzte: „Leider werden diese Absprachen durch den neuen Besitzer des Grund und Bodens nicht akzeptiert. Selbst Strom und Wasser wurden inzwischen dem Motorrad-Club entzogen.“ Die Radlergruppe hatte vorgesorgt und Kaffee von zu Hause mitgebracht, ebenso den Kuchen, sodass sie dennoch einen gemütlichen Nachmittag verbringen konnten. „Leider haben wir erfahren müssen, dass Menschen aus bestimmten Eigensinn sich gegenseitig das Leben schwer machen. Was bisher als idyllisches Plätzchen galt, ist jetzt zu einem Streitobjekt geworden. Ich denke in solchen Fällen immer an den großen Charakterdarsteller und Schauspieler Theo Lingen, der dann mir der entsprechenden Mimik zu sagen pflegte: Traurig – traurig“, meint Schulz noch zum Thema.

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