Straßenbau Diesdorf-Waddekath liegt im Zeitplan / Sperrung dauert noch bis 31. Mai an

Viele Autofahrer kürzen ab

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Zwischen den schweren Maschinen: Hier kontrolliert Vorarbeiter André Habermann, ob die Mitarbeiter beim Abschieben des Schotters die Höhe auch genau eingehalten haben. 

Diesdorf / Waddekath. Noch bis zum 31. Mai müssen sich die Verkehrsteilnehmer gedulden, bis die Straße zwischen Diesdorf und Waddekath (L8) wieder offen ist. „Wir liegen voll im Zeitplan.

Ich habe keine Bedenken, dass wir am 31. Mai die Straße nicht freigeben können“, sagte André Habermann, Vorarbeiter der bauausführenden Firma Kalinowsky aus Bad Bevensen. Die Straße wurde auf der einen Seite auf einer Länge von 3380 Metern voll ausgekoffert und der andere Teil um rund neun Zentimeter abgefräst. Wie Habermann informierte, war das Auskoffern nötig, weil in diesem Bereich die Straße in früheren Zeiten schon mal verbreitert worden war, dieser Teil aber nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.

Die Straße zwischen Diesdorf und Waddakath wurde bis „Forst Vier“ rund zwei Metern breit ausgekoffert und der Rest abgefräst.

Kurz hinter „Forst Vier“ auf halber Strecke in Richtung Waddekath musste aber nichts mehr ausgekoffert werden. Dort wurden nur einzelne defekte Straßenabschnitte abgefräst. Gestern wurde eine 20 Zentimeter starke Tragschicht in den ausgekofferten Bereich aufgetragen. Danach folgen auf die gesamte Straßenbreite eine sechs Zentimeter starke Bind- und eine drei Zentimeter starke Deckschicht. Den Abschluss der Baumaßnahmen bildet dann der Ausbau der Seitenräume und der vielen Taschen.

In Haselhorst hat ein Anwohner einfach Baumstämme und Holzklötze neben die Straße gelegt.

Die weite Umleitungsstrecke nach Wittingen über Jübar-Hanum-Zasenbeck ist vielen Autofahrern aber ein Dorn im Auge. Sie benutzten schon längst Abkürzungen über Molmke / Lindhof / Haselhorst oder über Bergmoor / Höddelsen/ Erpensen. Doch das stößt bei einigen Anwohnern der Orte auf Unverständnis. Nicht nur, dass viele Autos viel zu schnell die schmalen Verbindungswege befahren, sie müssen auch oft auf unbefestigte Randstreifen ausweichen, die dadurch teilweise zerfahren werden. Doch nicht nur Autos benutzen diese „Schleichwege“.

Der Anliegerweg wird auch von anderen Fahrzeugen benutzt.

Auch Lkw werden immer wieder gesichtet. In Haselhorst hat ein Anwohner einfach Holzklötze neben die Straße gelegt, sodass die Verkehrsteilnehmer nicht auf die Randstreifen ausweichen können. Allerdings ist es nicht erlaubt, die Holzklötze so auf öffentlichen Flächen zu legen. In Höddelsen wurde den Verkehrsteilnehmern eine ganz legale „Bremse“ eingebaut. Auf der einen Seite der Straße parkt ein Autoanhänger, etwas versetzt auf der anderen Seite parkt ein Auto.

Ob Höddelsener, Haselhorster oder die Anwohner der betroffenen Orte, sie sind alle froh, wenn die Straße zwischen Diesdorf und Waddekath wieder frei gegeben wird.

Von Rüdiger Lange

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