Erschwerte Bedingungen im Wald bei Lüdelsen / Gemeinde will sich kümmern

Viel Sand sorgt für massive Parkprobleme

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Der Sand wirkt wie eine Art Wanderdüne und sorgt für erschwerte Parkbedingungen am Hünengrab im Wald bei Lüdelsen. Die Gemeinde will mit einem Radlader umgehend Abhilfe schaffen.

Lüdelsen / Altmark. Mit der Stippvisite von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff am Donnerstag in der westlichen Altmark sind offenbar kleinere logistische Probleme verbunden.

Erschwerte Parkbedingungen könnte es unter anderem für den Fahrer der Magdeburger Staatskarosse aus der Staatskanzlei im Wald zwischen Lüdelsen und Stöckheim geben. Dort wurde jüngst direkt auf dem Parkplatz für touristische Besucher des berühmten Lüdelsener Königsgrabes eine ganze Wagenladung loser Sand abgekippt und breit gefahren.

Ministerpräsident Reiner Haseloff kommt in die Altmark.

Ergebnis der fraglichen Aktion: Ein Parken ist auf dem losen und mindestens 25 Zentimeter tiefen Sand zumindest für normale Pkw nicht möglich, ohne dass der Wagen sich dort hoffnungslos fest fährt. „Hat es jemand mit der Sand-Aktion gut gemeint, oder sollten auf dem Parkplatz ganz bewusst unliebsame Gäste fern gehalten werden?“, fragen sich nun Anlieger. „Wer macht den so etwas?“, äußerte sich gestern auch Hartmut Bock als Vorsitzender der Jungen Archäologen der Altmark, als er von dem Lüdelsener Wanderdünen-Parkplatz erfuhr. Bock kontaktierte daraufhin umgehend die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung, Amanda Hasenfusz. Sie hatte die Rundreise für Reiner Haseloff, die den Ministerpräsidenten entlang der sehenswerten Großsteingräber bei Lüdelsen, Stöckheim und Drebenstedt führt, mit vorbereitet. „Wir werden uns umgehend die entsprechende Stellen anschauen und bezüglich der Parkmöglichkeiten versuchen, auszuweichen“, sagte Hasenfusz der AZ. Über das Problem wurde auch Jübars stellvertretender Bürgermeister Lutz Peters informiert: „Ich kümmere mich sofort mit dem Radlader darum“, versprach der Lüdelsener unbürokratisch. Offen bleibt derweil, wer den losen Sand auf den Parkplatz gefahren hat.

Doch das Problem hat auch noch einen ganz anderen Hintergrund: Es betrifft die derzeit eher mangelhaften touristischen Bedingungen für Besucher der westaltmärkischen Großsteingräber. Ausschilderung und Parkmöglichkeiten lassen zu wünschen übrig. Auch am Stöckheimer Hünengrab, welches als schönstes seiner Art in ganz Deutschland gilt, sind die Parkbedingungen für Besucher miserabel. „Das geplante Projekt des Altmarkkreises sieht die Schaffung einer Großsteingräber-Route vor“, so Hasenfusz.

In den zwei bis drei Jahren soll ein 40 Kilometer langer Kurs für Autofahrer und Radler eingerichtet werden, welcher zu 13 ausgewählten Megalithgräbern im Kreis führt. „Reiner Haseloff und Landrat Michael Ziche werden sich also über den Ist-Zustand informieren“, so die Pressestelle des Altmarkkreises. Dann werde die geplante Strecke konzipiert und mit den Projektträgern abgestimmt, hieß es.

Von Kai Zuber

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