Mehrkosten durch marode Dächer

VG-Rat beschließt zusätzliche Ausgabe von 225.000 Euro für Kita in Abbendorf

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Die Bauarbeiten an der Kindertagesstätte Abbendorf werden teurer als geplant. Der Rat der VG Beetzendorf-Diesdorf beschloss die überplanmäßige Ausgabe von 225.000 Euro. Foto: christian reuter

Beetzendorf / Abbendorf – Die positive Nachricht zuerst: Die Bauarbeiten an der Kindertagesstätte in Abbendorf gehen gut voran. Die schlechte Botschaft ist, dass für den Umbau der Kita 225 000 Euro mehr als geplant benötigt werden.

Der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf beschloss die überplanmäßige Ausgabe während seiner Sitzung am Mittwochabend.

Die Bauarbeiten an der Kita Abbendorf hatten am 29. März begonnen (AZ berichtete). Vorgesehen sind ein neuer Anbau (etwa 150 Quadratmeter) mit je einem Bewegungs-, Schlaf- und Abstellraum, Funktionsflächen und einer WC-Anlage für Kinder und Erzieher. Außerdem wird der Bestandsbau (errichtet Ende der 1980er Jahre) erneuert. Die sieben Räume erhalten neue Fenster, Türen und Decken. Der Umbau beinhaltet weiter die Schaffung eines Aufenthaltsraumes für Erzieher, die Schaffung eines Therapieraumes und einer Kinderküche. Auch die Dachflächen werden erneuert.

Probleme mit den Dächern sorgen nun auch für die Mehrkosten. „Beim Ersatz-Neubau wurde während der Baumaßnahme festgestellt, dass die beiden Dächer der Altgebäude komplett saniert werden müssen“, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage für die zusätzliche Ausgabe von 225.000 Euro. VG-Bauamtsleiter Markus Starck erklärte dies während der Ratssitzung noch genauer: „Die alten Binder sind noch aus DDR-Zeiten. Als das Dach herunterkam, haben sich die Binder verzogen.“ Ursprünglich sollte ein Dachpfannenprofil aus Blech auf die vorhandenen Latten aufgebracht werden. Dies sei aufgrund der Begutachtung durch einen Sachverständigen aber nicht mehr möglich. Die Tragfähigkeit sei nicht mehr gegeben.

„Somit muss der komplette Dachstuhl ausgetauscht werden“, sagte Starck. Dafür verwende man Dachsteine, wie auch beim Ersatz-Neubau. Da sämtliche Elektroleitungen über die maroden Dachbinder liefen, müsse auch die Elektrik komplett erneuert werden, erläuterte der Bauamtsleiter. In einem Teil des Altbaus müssten zudem die Decken erneuert werden. Einige Decken seien durch die Wegnahme der alten Binder heruntergekommen. Auch Wasser- und Heizungsleitungen sollen teilweise getauscht werden, da noch alte Stahlleitungen vorhanden sind und bereits diverse Wasserschäden in der Kita aufgetreten sind.

Durch die zusätzlichen Arbeiten ergeben sich Mehrkosten von 239.000 Euro. Davon werden 14.000 Euro gedeckt durch das Übertragen eines Haushaltsansatzes für 2018 in das Jahr 2019. Das Geld war ursprünglich für einen Zaunbau in der Kita vorgesehen. Die restlichen 225.000 Euro waren eigentlich für die Sanierung nach Brandschutzkonzept der Grundschule Jübar geplant. Jetzt erfolgt eine komplette Sanierung der gesamten Schule. Mittel hierfür sind neu in den Haushalt 2019 eingestellt. Die Haushaltsmittel in Höhe von 225.000 Euro für die Brandschutzmaßnahme wurden in das Haushaltsjahr 2019 übertragen und stehen dadurch zur Deckung der überplanmäßigen Ausgabe in der Kita Abbendorf zur Verfügung.

Insgesamt wird der An- und Ausbau laut Markus Starck rund 1 ,185  Millionen Euro kosten. Der Großteil werde durch das Stark-V-Programm gedeckt, aus dem 946.500 Euro fließen sollen. Bisher gebe es allerdings nur über 851.000 Euro einen Zuwendungsbescheid. „Damit wir die Mittel für Abbendorf nutzen können, muss ein separater Antrag gestellt werden“, erklärte Starck. Insgesamt erhalte die VG knapp zwei Millionen Euro an Stark-V-Mitteln für die fünf Grundschulen und 15 Kitas. Bis Ende 2020 sei Zeit, das Geld auszugeben.

VON CHRISTIAN REUTER

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