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VG-Rat beschließt Bedarfsplanung für Feuerwehrfahrzeuge bis 2033

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Von: Christian Reuter

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Feuerwehr
Die Feuerwehren in Beetzendorf und Winterfeld sollen in diesem September jeweils ein HLF 20 (im Bild das Fahrzeug der Feuerwehr Salzwedel) erhalten. © Benecke, Holger

Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf sollen bis 2033 neue Fahrzeuge erhalten (AZ berichtete). Der VG-Rat beschloss während seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 15. Juni, die Fortschreibung der Bedarfsplanung gemäß der Brandschutz-Risikoanalyse.

Beetzendorf. „Im September sollen die HLF 20 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, d. Red.) in Winterfeld und Beetzendorf ausgeliefert werden. Gerade bei solchen Einsätzen wie zuletzt in Apenburg sieht man, wie wichtig diese Fahrzeuge sind“, sagte der VG-Feuerschutzausschussvorsitzende Daniel Rieck.

„Die Feuerwehrfahrzeuge gehen dorthin, wo die Wehren noch schlagkräftig sind“, erklärte er. Was die Beschaffung der Fahrzeuge betrifft, solle niemand sagen, er sei unbefangen. Aber die Autos würden rund 400.000 Euro kosten, insofern seien 40.000 Euro, die für die neue Risikoanalyse ausgegeben werden sollen, „gut angelegtes Geld“.

Dass nicht alle mit der Bedarfsplanung zufrieden sind, zeigte sich an der Diskussion zur Beschlussvorlage. Kuhfeldes Bürgermeister Günther Serien sagte, es habe in Rohrberg Unmutsbekundungen von Feuerwehrkameraden gegeben, weil die Wehr 2024 einen Gerätewagen Logistik erhalten soll, aber kein Tanklöschfahrzeug – wie die Kameraden in Beetzendorf. Serien wollte wissen, ob der Unmut inzwischen ausgeräumt sei.

„Ja“, meinte Rieck, das Fahrzeug für Beetzendorf sei sowieso schon da (soll im September kommen, d. Red.). Rohrbergs Bürgermeister Bernd Schulz sah das anders. Er habe mit dem Rohrberger Wehrleiter telefoniert, und das sei keinesfalls ausgeräumt. „Einerseits wird immer betont, wie wichtig die Erstversorgung ist und jetzt wird Rohrberg das Tanklöschfahrzeug gestrichen“, monierte Schulz.

Der Gerätewagen für Rohrberg sei bereits 2019 beschlossen und bisher nicht infrage gestellt worden, erwiderte VG-Bürgermeister Michael Olms. „Es verschlechtert sich keine Qualität, nur zwei Kilometer weiter steht ein Tanklöschfahrzeug“, stellte er klar. Es könne nicht in jeder Feuerwehr ein Tanker beziehungsweise die komplette Spezialtechnik stehen. „Das Land wird auch nicht zwei Tanker fördern, die nur zwei Kilometer auseinanderstehen“, erklärte der VG-Bürgermeister. Die VG hole sich bei Einsätzen Hilfe aus Nachbargemeinden wie Salzwedel und Klötze. Dies könnten die Feuerwehren in der VG genauso handhaben.

Apenburg-Winterfelds Bürgermeisterin Ninett Schneider wollte wissen, warum ihre Gemeinde kein TLF erhalten soll. „Das LF 20 - KatS (Löschfahrzeug für den Katastrophenschutz, d. Red.) hat über 2.000 Liter an Bord und ist für Großschadenslagen ausgerüstet“, erläuterte Bert Juschus, zuständiger VG-Mitarbeiter für die Feuerwehren. Das LF könne mit wenigen Handgriffen zum HLF umgerüstet und überörtlich eingesetzt werden.

Schneider meinte, sie wolle am liebsten die Risikoanalyse abwarten. Sie halte die Bedarfsplanung „für aus dem Bauch geschossen“. Jübars Bürgermeister Carsten Borchert sagte dazu: „Das ist erst mal nur ein Vorschlag, den wir heute beschließen.“

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