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„Vergodendeel un Hochtied – Bräuche und Feste in der Altmark“

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Von: Kai Zuber

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Faseloom in Dahrendorf: Das Brauchtum in der westlichen Altmark wird in dem umfangreichen Werk ausführlich dargestellt. © Freier Mitarbeiter

Wie feierte man einst Weihnachten in der Altmark? Welche Brauchtums-Gestalten zogen zu Pfingsten durch die Dörfer? Wie haben sich die Bräuche rund um Verlobung und Hochzeit gewandelt? Welche Rolle spielen überhaupt Bräuche und Feste im Leben der Altmärker – einst und in der Gegenwart?

Jübar - Der bekannte Regionalhistoriker Hartmut Bock gibt auf diese Fragen beredt und detailreich Auskunft. Der 77-jährige Autor aus Jübar veröffentlicht Ende Januar sein wohl bedeutendstes Werk im Verlag Beier & Beran. Es trägt den Titel „Vergodendeel un Hochtied – Bräuche und Feste in der Altmark“.

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Hartmut Bock (77) aus Jübar publiziert eines seiner umfangreichsten Bücher. © Freier Mitarbeiter

In mehr als fünf Jahrzehnten legte Hartmut Bock eine umfangreiche Materialsammlung aus Manuskripten, Literaturauszügen, Zeitungsartikeln, Interviews sowie Foto-, Film- und Tonaufnahmen an. Dieser Quellenschatz wird nun endlich gehoben und zahlreiche Berichte und Aufzeichnung zum altmärkischen Brauchtumsleben der zurückliegenden zweieinhalb Jahrhunderte erstmals veröffentlicht.

Diese Quellen werden in dem neuen Buch bewusst als Lesestücke dargeboten. Neben sachlichen Informationen finden sich auch unterhaltsame Anekdoten sowie ungewohnte Einblicke in die unterschiedlichen Lebenswelten der Menschen in der Altmark. In einer großen Zusammenschau erläutert Hartmut Bock zudem Form, Funktion und Wandel der Bräuche und Feste im Jahres- und Lebenslauf – von der Aufklärungszeit bis zur Corona-Pandemie.

Die kulturwissenschaftlichen Anmerkungen von Jochen Hofmann stellen den Bezug zur volkskundlichen Brauchforschung her. Das Inhaltsverzeichnis ist umfangreich. Es ist gegliedert in den zeitlichen Jahresablauf des Brauchtums, beginnend im Winter mit dem Weihnachtsfest, den Silvesterbräuchen, Lichtmess, Fastnacht, den Oster- und Pfingstbräuchen, der Ernte und Totensonntag. Ferner folgen Höhepunkte wie Geburt, Taufe, Hochzeit und Tod. Aber auch Kindheitserinnerungen und amüsante Anekdoten arbeitete Hartmut Bock mit viel Liebe zum Detail ein. Etliche Orte wie Abbendorf, Bornsen, Neuenstall, Riebau, Schorstedt, Hanum, Molmke, Drebenstedt, Jahrstedt, Gladdenstedt, Dahrendorf, Wendischbrome, Jübar und Jeggau werden bezüglich ihrer Brauchtumsgeschichte erwähnt.

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„Vergodendeel un Hochtied“ heißt das neue Werk zum Brauchtum in der Altmark. © Freier Mitarbeiter

Ab 31. Januar ist das Buch lieferbar. Es ist danach in den regionalen Buchläden sowie in der Poststelle Diesdorf und in der Mosterei Diesdorf erhältlich.

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