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Verbandsgemeinde investiert weiter in die Feuerwehren

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Von: Christian Reuter

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Feuerwehrfahrzeug
Die Feuerwehr der Hansestadt Salzwedel verfügt bereits über ein HLF 20. In der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf sollen 2022 die Wehren in Beetzendorf und Winterfeld ein solches Fahrzeug erhalten. © Holger Benecke

Die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf investiert auch in diesem Jahr wieder kräftig in die Feuerwehren. So sollen noch 2022 die Wehren in Beetzendorf und in Winterfeld jeweils ein neues HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug) 20 erhalten. „Für jedes Fahrzeug stehen 480.000 Euro im Haushaltsplan“, informierte VG-Bürgermeister Michael Olms bei einem kürzlichen Pressegespräch in Beetzendorf.

Beetzendorf. „Die Fahrzeuge werden gebaut, sie sollen beide noch in diesem Jahr, konkret im September, ausgeliefert werden“, erklärte Olms weiter. Während das HLF 20 in Beetzendorf mit 190.000 Euro vom Land gefördert werde, sei das Fahrzeug in Winterfeld von der Verbandsgemeinde komplett eigenfinanziert.

Der Bewilligungsbescheid für das Beetzendorfer Löschfahrzeug war bereits im Dezember 2020 bei der VG eingetroffen. Auch für die Winterfelder Feuerwehr war beim Land eine Förderung für ein HLF 20 beantragt, aber abgelehnt worden. Daher übernehme nun die VG für das Winterfelder Fahrzeug die gesamten Kosten. „Wenn das Land keine Unterstützung gibt, müssen wir das selbst finanzieren. Wir nutzen dazu eine Landesausschreibung“, erklärte der Verwaltungschef.

Durch diese Sammelausschreibung könne die VG Kosten sparen, die sonst bei eigener Ausschreibung und Planung anfallen würden. In den letzten zwei Jahren habe die Verbandsgemeinde rund eine Million Euro für die Feuerwehren ausgegeben, teilte Olms mit.

Und hob den Vorteil eines modernen Feuerwehrfahrzeugs hervor: „Mit einem HLF 20 kann ich mehrere andere Fahrzeuge ersetzen, ich habe ja nicht mehr Leute.“ Die Zahl der Feuerwehren in der VG war 2021 auf 38 (plus drei Löschgruppen), die Zahl der Mitglieder auf 816, davon 115 weibliche, gesunken. 2019 waren es noch 41 Wehren mit 827 Mitgliedern gewesen.

„Was nützt mir am Ende das schönste Fahrzeug, wenn es keiner mehr bewegen kann“, betonte der VG-Bürgermeister daher. In diesem Zusammenhang nannte er die Förderung von fünf Lkw-Führerscheinen durch das Land (zweimal Dähre, je einmal Ahlum, Apenburg und Mehmke). Allerdings übernehme das Land nicht die gesamten Kosten der Ausbildung, sondern nur 1.000 Euro. Und ein Lkw-Führerschein koste heutzutage nicht mehr nur 70 Mark wie zu DDR-Zeiten, sondern inzwischen rund 3.000 Euro. „Aber wir können sicherstellen, dass wir genügend Maschinisten haben“, sagte Olms.

Weitere Anschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen seien geplant. So seien für ein TLF (Tanklöschfahrzeug) 4000 für Jübar bereits Fördermittel beantragt worden. „Die Chancen, dass wir unter den ersten Zehn im Land sind, sind ganz gut“, führte der VG-Bürgermeister aus. Man hoffe daher, keine Ablehnung zu erhalten.

2021 hatte die VG vier neue Mannschaftstransportwagen (MTW) für insgesamt 200.000 Euro gekauft.

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