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Variante für Beetzendorfer Hort-Übergangslösung soll erstellt werden

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Von: Christian Reuter

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Hort-Container
Ein Hort-Container steht auf dem Schulhof der Beetzendorfer Grundschule. Als Übergangslösung ist ein weiterer Container zum Betreuen der Hortkinder im Gespräch. © Reuter, Christian

Im Hort der Beetzendorfer Grundschule reicht die Kapazität nicht aus, um allen Schülern einen Platz bieten zu können (AZ berichtete). Ein Hortneubau ist daher vorgesehen, doch bisher konnte sich der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf nicht auf einen Standort einigen. Deshalb könnte es noch mehrere Jahre dauern, bis ein neues Hortgebäude errichtet wird. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, soll eine Übergangslösung für die Hortkinder geschaffen werden. Der VG-Rat beschloss während seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend, die Verwaltung mit dem Erarbeiten einer solchen Übergangslösung zu beauftragen.

Beetzendorf. Susann Meinecke, pädagogische Kita-Fachberaterin der VG, und Silke Zander, Mitarbeiterin im Bauamt der Verbandsgemeinde, stellten am Mittwoch gleich drei Varianten für eine Hort-Übergangslösung vor. Dabei besteht bei den Varianten 1 und 2 der wesentliche Unterschied nur zwischen einer Modul- und einer Containerbauweise. Sonst gleichen sich alle notwendigen Maßnahmen. Beide Varianten erfordern eine Planung für das Gebäude, Heizung/Sanitär, Elektrik, Brandschutzkonzept und Statik. Nebenkosten würden durch Bauantrag, Prüfstatiker, Brandschutzprüfer und Baugrunderkundung entstehen. Anschlüsse müssten für Heizung/Sanitär, Elektrik und Schmutzwasser hergestellt werden.

Bei der Variante 3, einem mobilen Wagen, wären dagegen kein Bauantrag, keine Statik und auch kein Brandschutzkonzept erforderlich. „Die Varianten 1 und 2 sind für mich keine Übergangslösung, weil auch Fundamente nötig sind. Nur Variante 3 wäre eine Übergangslösung“, erklärte Zander.

VG-Ratsherr Peter Warlich wollte wissen, für wie lange der Übergang geplant sei. „Für das Schuljahr 2023/24 ist die Übergangslösung für uns planbar“, erwiderte Meinecke. Allerdings sei die Zahl der Schüler noch nicht klar. Im Dezember 2022 liege die Zahl der Hortkinder bei 110. Bis 116 dürften es sein, 86 plus 30 weitere durch die Ausnahmegenehmigung. Im August 2023 seien es voraussichtlich 130 Hortkinder, aber ohne Abmeldungen. „Wahrscheinlich werden wir wieder bei etwa 116 landen“, sagte Meinecke. VG-Ratsherr Lothar Köppe äußerte, er könne der Beschlussvorlage so nicht zustimmen, weil der Standort festgelegt werde, und dann sei es keine Übergangslösung mehr, sondern eine Endlösung. Deshalb stellte er den Antrag, die Einschränkung durch den Standort auf dem Schulhof herauszunehmen. Alle VG-Ratsmitglieder stimmten dafür.

Zuvor hatte sich VG-Ratsherr Udo Riechmann empört: „Ich schäme mich in Grund und Boden für diese Aktion hier. Wir sollten auf die Belange der Gemeinde Beetzendorf eingehen, es kann so nicht weitergehen.“

VG-Ratsherr Carsten Borchert, der die Sitzung leitete, stellte klar, dass es erst einmal nur darum gehe, die Verwaltung zu beauftragen, dem VG-Rat eine mehrheitsfähige Variante vorzulegen. Dem stimmte der Rat zu.

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