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Unmut im Gemeinderat wegen Eigenanteil für Straßensanierung in Apenburg

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Von: Christian Reuter

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Ob die Cheinitzer Straße in Apenburg in diesem Jahr endlich saniert wird, steht noch nicht fest. Zumindest wurden erneut Mittel in den Haushalt eingestellt, um das Vorhaben umsetzen zu können. © Reuter, Christian

Wann wird die Cheinitzer Straße in Apenburg endlich saniert? Diese Frage konnte der Gemeinderat des Fleckens Apenburg-Winterfeld während seiner jüngsten Sitzung am Dienstag, 19. April, in Recklingen zwar nicht beantworten, allerdings beschloss das Gremium, erneut Mittel für die Sanierung in den Haushalt einzustellen. Damit soll das Vorhaben umgesetzt werden, sobald die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) als Baulastträger den Startschuss gibt.

Recklingen. Die Cheinitzer Straße in Apenburg könnte noch in diesem Jahr ausgebaut werden, „wenn planungstechnisch alles gut verläuft“, hatte Michael Schulze, Fachbereichsleiter Planung und Entwurf bei der LSBB, bereits im August 2021 erklärt (AZ berichtete).

Die Sanierung ist schon seit Jahren geplant. Für Verzögerung gesorgt hatte auch der Umgang mit den etwa hundert Lindenbäumen, die als Allee die Landesstraße 11 säumen. Nach dem dritten und finalen von der LSBB in Auftrag gegebenen Baumgutachten dürfen die Linden gefällt werden. Zum Ausgleich sind Ersatzpflanzungen geplant. Apropos geplant. Bereits 2021 waren 498.000 Euro für die Sanierung der Cheinitzer Straße in den Haushalt eingestellt worden. Dazu kommen in diesem Jahr 252.000 Euro, sodass die Gemeinde insgesamt 750.000 Euro für die Sanierung als Eigenanteil bereitstellt.

Über die Höhe der Summe gab es Unmut im Rat. „Das ist ein Unding, nur weil wir Luxus-Blumenkästen machen müssen“, empörte sich die Bürgermeisterin Ninett Schneider. Ratsherr Peter Warlich gab ihr Recht: „Das ist eine Frechheit!“

Nach der Cheinitzer Straße ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED der größte Posten im Haushalt: 100.000 Euro sind dafür vorgesehen. Noch etwas mehr Geld, nämlich 120.000 Euro wurden zum Ausbau der Lindenstraße in Winterfeld eingestellt, allerdings stammt diese Summe noch aus den Vorjahren; 70.000 Euro aus dem Jahr 2020 und 50.000 Euro aus 2021.

Investiert werden soll in diesem Jahr auch ins Waldbad, wo 15.000 Euro für die Betriebsvorrichtung und 10.000 Euro für den Abriss eines Bungalows verwendet werden sollen. Für allgemeine Liegenschaften und Grundstücksangelegenheiten wurden 35.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Das Geld könnte in den Radweg von Recklingen nach Apenburg und entweder einen Gehweg oder eine neue Terrasse am Dorfgemeinschaftshaus in Saalfeld fließen.

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