Junge Archäologen der Altmark feilen weiter an neuem Vereinssitz / Grabungen in Kläden

Umzug ist der größte Kraftakt

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Rico Peters (r.) und Julius Holstein gehören zu den aktivsten Jungarchäologen der Region. Am Sonnabend berichteten sie in Jübar über die Frankreich-Exkursion ins Elsass.

Jübar / Altmark. Gleich zwei gewaltige Kraftakte müssen sie in diesem Jahr meistern: Die Jungen Archäologen der Altmark feilen erstens weiter an ihrem neuem Vereinssitz im Rohrberger Rathaus (ehemalige Schule).

Zweitens stehen in den ersten beiden Sommerferienwochen weitere Grabungen bei Kläden (slawische Siedlung) an. „Der Umzug von der Jübarer Schule ins Rohrberger Domizil war und ist aber unser größte Kraftakt“, betonte der stellvertretende Vereinschef Thomas Janikulla am Sonnabend während der Hauptversammlung in der Jübarer Gaststätte „Zur Linde“.

Schatzmeister Heiko Meyer berichtete vom neuen Domizil.

Rund 100 Mitglieder haben die Jungen Archäologen derzeit in ihren Reihen. Damit sie auch jung bleiben, ist für den Vereinschef Hartmut Bock, Vize Thomas Janikulla und Schatzmeister Heiko Meyer die Förderung der 15-köpfigen Kindergruppe besonders wichtig. Der Nachwuchs hat bereits die Klädener Grabungsfläche abgesteckt und bei den archäologischen Notbergungen an der Cheinitzer Windkraft-Fläche und bei einem Lüdelsener Hausbau geholfen. Außerdem wurde jüngst auch das berühmte Lüdelsener Königsgrab gereinigt. „Auswertung von archäologische Funden, zum Beispiel aus den Hohedolsleber Grabungen, ist bei uns Vereinsfreunden das tägliche Geschäft“, betonte Janikulla.

Höhepunkt des Vorjahres war unter anderem die Frankreich-Exkursion ins Elsass, wovon Rico Peters und Julius Holstein in einem eindrucksvollen Vortrag berichteten.

„Neu ist in diesem Jahr die zeitliche Verschiebung der Klädener Grabungen von zwei Wochen vor den Sommerferien auf die ersten beiden Ferienwochen. Grund dafür sind die Probleme mit der Freistellung der Kinder von der Schule“, erklärte der Vorstand. Auch am neuen Vereinsstandort gehe es voran: „Der große Arbeits- und Gruppenraum ist fast fertig gestellt. Nun folgen noch die Toiletten und das Archiv. Für alle die uns hierbei mit Arbeit oder Geld unterstützen, gilt unser besonderer Dank“, so Meyer und Janikulla vom Vereinsvorstand.

Weitere Aktivitäten in den vergangenen Wochen waren die Unterstützung der Museumseröffnung bei Otto Mewes in Kleinau und die erfolgreiche Teilnahme an der Bodendenkmalpfleger-Tagung in Klötze seitens der Jungen Archäologen.

Von Kai Zuber

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