„Eleasar – Der vierte König“ als Premiere des evangelischen Musicalprojektes Altmark in Beetzendorf

Trost spenden im Angesicht des Leides

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Eleasar (r., stehend, gespielt von Magdalena Lessing) bittet die Dorfbewohner, sich um das verletzte Kind zu kümmern.

Beetzendorf. Wer kennt sie nicht, die Geschichte der Heiligen Drei Könige, die dem Stern nach Bethlehem folgten? Doch die wenigsten wissen, dass es eigentlich vier Könige waren, die dem neugeborenen Jesus Kind ihre Ehre erweisen wollten.

Die Geschichte um Eleasar erzählten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen des evangelischen Musicalprojektes Altmark bei ihrer Premiere in der Beetzendorfer Sporthalle.

Hanna Mathilda Bergmann (l.) und Lena Wallwitz hatten als Engel einen himmlischen Gesangspart. Fotos: Lüdemann

Eleasar verliert seine Reisegefährten und wandert alleine durch die Welt. Dabei begegnet er unsäglichem Leid, aber er lernt auch die Hilfsbereitschaft und Güte der Menschen kennen. So findet Eleasar ein kleines Mädchen, das schwer verwundet am Wegesrand liegt. Im nächsten Dorf findet sich eine barmherzige Frau, die sich der Kleinen annimmt.
Auf seiner Reise verschenkt Eleasar an die Menschen um sich herum seine Edelsteine, um sie aus ihrem Leid zu befreien. Am Ende, nachdem er auf einer Galeere als Ruderknecht diente, kommt der ehemalige König in Jerusalem an und findet Jesus am Kreuz festgenagelt vor. Mit der Gewissheit, dass er seinen König der Menschen gefunden hat, stirbt Eleasar mit einem Lächeln auf den Lippen.

Seit rund 17 Jahren leitet Friedemann Lessing, Kreis- und Propsteikantor in Stendal, das Musicalprojekt. Mit viel Freude und Inbrunst engagieren sich rund 100 Altmärker im Chor oder bei der Umsetzung und schneidern Kostüme oder sind für die Lichtinszenierung zuständig.

Auch wenn nicht jeder Ton hundertprozentig sitzt, so merkt man den Sängern und Sängerinnen an, mit wie viel Herzblut sie bei der Sache sind und sich auf der Bühne sichtlich wohlfühlen. Einziges Manko dürfte die Länge sein. Denn sowohl im Publikum als auch auf der Bühne machte sich bei den Jüngsten schnell Unruhe bemerkbar.

Am Sonnabend, 29. April, wird das Stück im Kulturhaus in Tangerhütte aufgeführt. Beginn ist um 15 Uhr. Und auch am Sonntag, 14. Mai, in der St. Nicolaikirche in Osterburg.

Von Katja Lüdemann

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