Premiere geglückt: Schlittenhunde-Rennen in Apenburg zwar ohne Schnee, aber mit jeder Menge Action

Ein Traum von Wild West in der Altmark

+
Gut 70 verschiedene Hundegespanne sowie Einzelstarter und Radfahrer lieferten sich am Wochenende in der Apenburger Feldflur packende Rennen. Etwa 6,4 Kilometer lang war die Strecke. Es gab zwar keinen Schnee, aber dafür jede Menge Action.

Apenburg. Der große Traum von Wild-West-Romantik wurde am Wochenende ausgerechnet bei Klein Apenburg wahr. Rund 70 Hundefreunde gingen am Sonnabend und Sonntag jeweils mit ihren Vierbeinern auf der 6,4 Kilometer langen Rennstrecke zwischen Apenburg und Klein Apenburg an den Start.

Die Veranstaltungs-Premiere ist geglückt, auch wenn sich die Macher um Rennleiter Helmut Gottschlich aus Haldensleben und Start-Moderator Heinz Poppinga etwas mehr Zuschauer gewünscht hätten.

Eine echte Augenweide: Renn-Experte Markus Ludwig (hinten rechts) aus Gifhorn hatte acht Huskies in seinem Gespann.

„Im nächsten Jahr wollen wir hier noch mehr Werbung machen und auch die Feuerwehr sowie vielleicht die Kita- und die Schulkinder mit einbeziehen“, so Gottschlich, der schon das erfolgreiche Event-Rennen in der Westernstadt Hasselfelde im Harz ins Leben gerufen hat und nun in der Altmark neue Herausforderungen sucht. 

Das Schlittenhunde-Rennen in Apenburg musste zwar ohne Schnee auskommen, war aber mit jeder Menge Action gespickt. Die Gäste, die da waren, zeigten sich begeistert: „Hier ist ja ordentlich was los. Schade, dass viele im Dorf nichts davon wussten“, staunte der Apenburger Mark Wöllmann. Blickfang für die Zuschauer entlang der Strecke waren natürlich, die „Musher“, also die Gespannfahrer mit Schlittenhunde-Gespannen auf Rädern mit bis zu acht Hunden, zumeist von der typischen Rasse Sibirian Huskies.

Olaf Schmidt aus Belzig fährt seit 1992 Rennen.

Mit samt Tierarzt, Wohnwagen und jeder Menge Ausrüstung waren Fans und Startteilnehmer des Rennens nach Apenburg angereist. Als Lokalmatadoren aus der Region gingen Uwe Fritz und Heiko Teschner an den Start. Nach einem trüben Renntag am Sonnabend wurden sie am gestrigen Sonntag mit Sonne verwöhnt. Zuvor wurden entlang der Rennstrecke die Grundstückseigentümer und Waldbesitzer einbezogen. Vier zugelassene nordische Schlittenhunderassen konnten vor Ort bestaunt werden. Dazu gab es jede Menge Action entlang der Strecke und handgemachtes Wild-West-Feeling mit Countrymusik auf dem Sammelplatz am Start.

Aus dem Norden nach Apenburg angereist war der Ostfriese Frank Sollermann (r.). Patrick Schmidt half mit den Huskies.

Die Teilnehmer kamen aus Ostfriesland, Ummendorf, Belzig, Gifhorn, Berlin und vielen anderen Winkeln der Republik. Aber nicht nur Wagenrennen mit Huskies gab es in Apenburg zu sehen. Einige Starter liefen zu Fuß mit ihren Hunden, einige waren mit einem sogenannte Scooter auf die Strecke gegangen und wieder andere nahmen ihre Hunde einfach per Fahrrad an die Leine – insgesamt ein Spaß nicht nur für alle Hundesportler, sondern für die ganze Familie. An diesen Erfolg soll angeknüpft werden.

Von Kai Zuber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare