Tränen zum Abschied: Großer Zapfenstreich der Feuerwehren für Christiane Lüdemann

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Gelungene Überraschung: Christiane Lüdemann war vom großen Zapfenstreich der Verbandsgemeinde-Feuerwehren zu Tränen gerührt.

Beetzendorf-Diesdorf /Kuhfelde. Gänsehaut. Anders kann der Moment am Dienstagabend auf dem Kuhfelder Sportplatz nicht beschrieben werden. Gänsehaut pur – vor allem für die scheidene Verbandsgemeindebürgermeisterin Christiane Lüdemann.

Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf verabschiedeten ihre Chefin mit einem großen Zapfenstreich. Und der hatte es in sich: 185 Kameraden aus allen Ortswehren, 118 brennende Fackeln, die den Platz in schummriges Licht tauchten, und 37 Feuerwehrfahrzeuge, die zu Ehren das Blaulicht an hatten. Und der größte Coup – die VG-Bürgermeisterin wusste von nichts.

„Wir haben ihr erzählt, dass wir uns für eine Feuerschutzausschusssitzung treffen. Sie war nur überrascht, als wir kurzfristig den Ort geändert haben und nach Kuhfelde gefahren sind“, erzählt Verbandsgemeinde-Wehrleiter Bert Juschus. Es war seine Idee, einen besonderen Abschied zu gestalten.

Der Spielmannszug Apenburg, die sieben Fahrzeuge, die Christiane Lüdemann in ihrer Amtszeit angeschafft hat, und 185 Kameraden mit 118 Fackeln marschierten am Dienstagabend zu Ehren der Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin auf den Kuhfelder Sportplatz. Der Zapfenstreich war in aller Heimlichkeit geplant worden.

Standesgemäß mit dem Barkas B-1000 wurde die Verbandsgemeindebürgermeisterin vorgefahren. Und Christi-ane Lüdemann war sprachlos, konnte gar nicht glauben, was die Feuerwehren für sie auf die Beine gestellt hatten. Ein großer Zapfenstreich als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit. „Du hast für uns gekämpft, das werden wir dir nie vergessen. Du hast mal gesagt ‘Feuerwehr, das ist mir das Liebste‘, und sei versichert, du, Christiane, warst uns das Liebste“, versuchte Juschus seine Empfindungen in Worte zu fassen. Für die musikalische Stimmung auf dem Kuhfelder Sportplatz sorgte der Apenburger Spielmannszug. Und gab auch den Takt an, als die Kameraden der Feuerwehren an Christiane Lüdemann vorbei marschierten. Auch die sieben Fahrzeuge, für deren Anschaffung die VG-Bürgermeisterin gesorgt hatte, wurden in den Mittelpunkt gerückt, indem sie den Marsch anführten. In der Kuhfelder Altmarkhalle spielte dann der Musikzug der Feuerwehr Beetzendorf auf.

Stimmungsvolles Warten auf den großen Moment.

„Diese große Ehre ist nicht für jedermann gedacht. Aber wir wollen dir zeigen, was du uns bedeutest. Wie wir zusammen die neuen Strukturen der Verbandsgemeinde aufgebaut haben. Dass du immer für uns da warst“, würdigte auch Frank Leskien, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses und Kuhfeldes Bürgermeister, die siebenjährige Amtszeit von Christiane Lüdemann. Mit Tränen in den Augen und zittriger Stimme trat die scheidenen Bürgermeisterin anschließend vor die 185 Kameraden: „Das nur für mich gespielt wurde, das habe ich noch nie in meinem Leben erlebt. Wie viele von euch kenne ich persönlich, wie oft haben wir zusammen gekämpft und gefeiert? Es hat mir so viel Spaß gemacht mit euch“, zeigte sich Christiane Lüdemann gerührt. Die Kameradschaft, die Würdigung, so Lüdemann, steht bei den Feuerwehren an erster Stelle. „Dieses ehrenamtliche Füreinander einstehen, dass ist nicht alltäglich.“

Nach sieben Jahren als Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin übergibt Christiane Lüdemann am kommenden Freitag, 13. Januar, die Amtsgeschäfte an Michael Olms. Heute wird Christiane Lüdemann durch Landrat Michael Ziche verabschiedet. Beginn ist um 16 Uhr in Rohrberg im „Alten Bahnhof“.

Von Katja Lüdemann

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