Avacon verlegt Mittelspannungskabel in die Erde / Freileitungen werden zurückgebaut

Sturmsichere Stromversorgung

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Auf dem Feld neben der Baustelle bei Abbendorf verschweißen Arbeiter die Mantelrohre für das neue Mittelspannungskabel. Auch direkt in den Orten (kleines Foto) werden die Kabel in die Erde verlegt. Freilandleitungen verschwinden nach und nach.

Abbendorf. „Es ist gut, dass wir durcharbeiten können“, sagt Bauleiter Jens Fricke an der Kreisstraße 11 zwischen Abbendorf und Diesdorf. Der bisher sehr milde Winter macht es möglich.

Einige Baustellen im Verbandsgemeindegebiet konnten mit Jahresbeginn zügig in Angriff genommen werden. Neben der Ortsdurchfahrt in Diesdorf also auch die Arbeiten an der neuen Mittelspannungsleitung der Avacon AG. Etwa 40 Kilometer neue Kabel werden über drei Teilabschnitte verlegt. So werden künftig einige Überlandleitungen überflüssig und können abgebaut werden.

Für die Verbraucher in der Region bedeutet dies vor allem eine deutlich gesteigerte Versorgungssicherheit. Allein bei den zwei Herbststürmen im vergangenen Jahr kam es zu einigen Stromausfällen in den Gemeinden aufgrund umgekippter Strommasten. Anwohner saßen deshalb über mehrere Stunden im Dunkeln. Insgesamt 15 Kilometer Freilandleitungen werden also in Zukunft nicht mehr benötigt. Ebenso werden zahlreiche Transformatorstationen ersetzt.

Beim Verlegen der Leitungen brauchen die Bauarbeiter am Straßenrand auch Feingefühl. „Unter den Bäumen müssen wir durchbohren“, erklärte Bauleiter Jens Fricke vor Ort, „damit die Wurzeln geschützt werden.“ Ein Mantelrohr, welche in 100-Meter-Stücken verbaut werden, schützt dort die Mittelspannungskabel. Auf dem offenen Feld verschweißten Arbeiter gestern die einzelnen Rohrstücke. In vier Trupps sind die Arbeiter der Baufirma derzeit in der Region beschäftigt.

„Alle Arbeiten sind Bestandteil des Netzkonzeptes Ellenberg“, teilt Avacon-Pressesprecherin Corinna Hinkel mit. Vor allem stark steigende Mengen von dezentral erzeugtem Strom würden eine Verstärkung des gesamten Netzes erforderlich machen. Die Fertigstellung aller Teilabschnitte ist für Ende des Jahres vorgesehen. Insgesamt investiert der Netzbetreiber 2,5 Millionen Euro in die neuen Leitungen. Das Zentrum bildet dabei das Umspannwerk in Ellenberg.

Von David Schröder

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