Am Weg nach Wohlgemuth werden illegal Bauschutt, Altkleider und Küchenabfälle entsorgt

Straßenrand wird zur Mülldeponie

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Klaus Dieter Plönnigs vor einem kleine Haufen Bauschutt am Straßenrand in Richtung Wohlgemuth. Der 69-Jährige ist verärgert, dass gegen die illegale Müllentsorgung in der Gemeinde nichts unternommen wird.

Wohlgemuth / Beetzendorf. „Seit vier oder fünf Wochen nimmt das hier überhand“, ist Klaus Dieter Plönnigs fassungslos. Fährt der Anwohner mit seinem Roller von Beetzendorf nach Wohlgemuth, dann schaut der 69-Jährige auf eine Müllansammlung nach der anderen.

Am Straßenrand liegt eine Fuhre Bauschutt, wenige Meter weiter liegt Hausmüll – Eierschalen, Kartoffeln und weiteres stinken zum Himmel. Noch ein Stück weiter liegen große Plastikplanen direkt neben der Fahrbahn.

Nur gut 100 Meter vom Altkleidercontainer entfernt wurden diese Sachen hinterlassen.

„Ich habe schon mehrmals bei der Gemeinde vorgesprochen“, erzählt Plönnigs im AZ-Gespräch. Doch wirklich ernstgenommen fühlte er sich dort nicht. „Da wurden wir nach Salzwedel weitergeleitet“, sagt der Wohlgemuther, der sich gestern mit seiner Frau, Katharina Plönnigs, nochmal ein Bild von den verdreckten Straßenrändern machte. „Vom Amt haben wir hier noch keinen gesehen“, sagt seine Ehefrau verärgert.

Auch die Verursacher des Drecks bleiben bisher unbekannt. „Die werfen doch alles schnell aus dem Auto raus“, meint Katharina Plönnigs. Besonders verärgert ist das Ehepaar beim Anblick einer Tüte voller Altkleider. „Da vorne am NP-Markt stehen doch die Container dafür“, zeigt Wohlgemutherin in Richtung des Discounters. Nur gute 100 Meter weiter hätten die alten Kleidungsstücke ordentlich entsorgt werden können.

Beide wären froh, wenn sich die Gemeindearbeiter mal der Entsorgung des Mülls annehmen könnten. „Aber die haben so viel Arbeit, die schaffen das nicht“, glaubt Klaus Dieter Plönnigs. Dennoch ist das Ehepaar von den Behörden vor Ort mehr als enttäuscht. „Ich war ja mehrfach da, aber getan hat sich nichts“, betont der 69-Jährige. Nun drohen die Müllberge weiter zu wachsen. Denn wo einmal Unrat liegt, kommt häufig noch mehr hinzu.

Von David Schröder

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