Beetzendorf errichtet eine neue Unterkunft für seine Gemeindearbeiter

Rat stimmt für Massivbau als neuen Gemeindehof

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Gemeindearbeiter erfüllen wichtige Aufgaben im Ort. In Beetzendorf soll nun die in die Jahre gekommene Unterkunft einer neuen Behausung weichen. Der örtliche Gemeinderat entschied sich dabei mit großer Mehrheit für ein Festgebäude.

Beetzendorf. Nachdem bei der Beetzendorfer Gemeinderatssitzung im März das Bauvorhaben Gemeindehof vertagt worden war (die Altmark-Zeitung berichtete), stand es nun kürzlich bei der vergangenen Sitzung erneut zur entscheidenden Abstimmung auf der Tagesordnung.

Rückblick: Das deutlich in die Jahre gekommene Gebäude für die Gemeindemitarbeiter auf dem Gelände an der Goethestraße soll einem neuen Gemeindehof mit Heizung und Sanitäranlagen weichen. Im Haushalt wurden dafür 100 000 Euro veranschlagt. Zur Debatte standen ein festes Gebäude oder eine Containerlösung als neue Unterkunft. Die Argumente für oder gegen die jeweilige Möglichkeit wurden in den Ausschüssen und dem Rat intensiv ausgetauscht.

Um eine bessere Übersicht der Kosten beider Vorschläge zu bekommen, begrüßte Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe bei der Sitzung Silke Zander vom Bauamt der Verbandsgemeinde. Sie hatte sich mit ihrer Expertise im Vorfeld des Falls angenommen und stellte nun in einer Gegenüberstellung konkrete Zahlen vor. Auf der Grundlage einer Fläche von 33 Quadratmetern würde laut Schätzung ein Festgebäude Gesamtkosten von etwa 98 600 Euro nach sich ziehen. Die Containervariante liege bei rund 73 200 Euro. Durch das Beispiel der Grundschule Beetzendorf, wo auch Container verwendet wurden, habe man Zahlen dementsprechend umgelegt, erklärte Zander. Sie ergänzte noch, dass erfahrungsgemäß nach zehn Jahren bei einem Container Dacharbeiten notwendig seien, wie das vor zwei Jahren in der Kita „Max und Moritz“ in Salzwedel der Fall gewesen ist. Die Folgekosten seien in der Rechnung nicht berücksichtigt worden.

In der folgenden Aussprache erklärte ein Ratsmitglied: „Ich sehe keinen Vorteil bei der Containervariante, wenn die finanzielle Differenz durch Nacharbeiten aufgefressen wird.“ Die vorliegenden Zahlen seien Schätzungen, die Ausschreibungen mitdementsprechenden Angeboten kommen erst noch, lautete ein Hinweis. „Es ist doch vollkommen logisch, dass ein Festgebäude teurer ist als ein Container, aber Investitionen sind immer mit dem Blick voraus zu sehen“, meinte Köppe. Er ergänzte, dass man sechs Beschäftigte plus externe Arbeiter hat, für die man eine sachgemäße Entscheidung zu treffen habe. Außerdem müsse es keine Angst bezüglich des Standortes geben – der bleibt. In der Vergangenheit waren diesbezüglich nämlich immer wieder Gerüchte aufgekeimt. Und zu den Zahlen betonte Köppe: „Frau Zander kennt sich hervorragend in der Thematik aus. Ich vertraue ihr da zu 100 Prozent.“

In der Abstimmung gab es ein 12:4-Ergebnis für die Massivbauweise. „Die Entscheidung ist gefallen. Also können wir jetzt loslegen“, so Köppe abschließend.

Von Stefan Wasinski

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