Vier Anlagen werden errichtet / Zufahrten seit gestern im Bau / Kommune kontrolliert

Start für Windpark bei Drebenstedt

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Die Wege zum Windpark sind abgesteckt: Jübars Ortschef Borchert ist regelmäßig vor Ort im Baugebiet, um die getroffenen Vereinbarungen im Sinne der Anlieger zu kontrollieren.

Drebenstedt / Jübar. Gestern startete offiziell der Bau des Windkraft-Projektes auf einem Acker-Freigelände zwischen den Orten Drebenstedt, Jübar, Molmke und Bornsen. „Vier Windräder sind derzeit genehmigt."

"Der Bau der Zuwegung läuft seit gestern und noch in diesem Jahr sollen laut Plan die Anlagen auch stehen“, sagte Markus Starck vom Bauamt der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf auf Anfrage der AZ.

Zunächst werden dieser Tage die Bäume an den Zufahrtswegen ausgeästet. Dann werden entlang eines zuvor abgesteckten Parcours Anfahrtswege für den Bau der vier Windkraft-Anlagen mit Schotter und Splitt befestigt. Das ist nötig, weil das Netz der ländlichen Wege und Straßen mitunter zu eng und für große Fahrzeuge unpassierbar ist.

Der Altmarkkreis Salzwedel hatte zuvor den Bau der vier Anlagen genehmigt. Die Windräder sind vom Typ Nordex. Sie haben eine Nabenhöhe von 120 Metern und einen Rotordurchmesser von 117 Metern, wie Starck auf Anfrage bestätigte. Die Gesamthöhe der als äußerst effizient geltenden Windräder beträgt jeweils 178,5 Meter. Die Anlagen haben eine Leistung von jeweils 2,4 Megawatt. Gebaut werden sie durch eine Bremer Firma.

Im Windpark Jübar-Drebenstedt waren zunächst sechs Anlagen geplant. Für vier Windräder gibt es derzeit grünes Licht. Anders als zum Beispiel bei dem geplanten Windpark im Jeetzetal bei Siedenlangenbeck gibt es für das Projekt bei Drebenstedt eine breite Akzeptanz seitens der Anwohner. Die Eigentümer der Grundstücke kommen aus der Region um Drebenstedt und Abbendorf. „Die Bevölkerung wurde von Anfang an mit eingebunden. Das war auch der Grund dafür, dass wir als Kommune das Vorhaben positiv bewerten“, betonte Jübars Bürgermeister Carsten Borchert. Er ist derzeit regelmäßig vor Ort im Baugebiet, um die getroffenen Vereinbarungen im Sinne der Anlieger zu kontrollieren.

In den kommenden Wochen werden die Windrad-Fundamente gegossen. Dann sollen von Niedersachsen aus über die Autobahn die riesigen Bauteile per Spezialtransport angeliefert werden. Noch bis Ende des Jahres sollen alle vier Windräder stehen.

Von Kai Zuber

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