Sekundarschüler bleiben für das Sportfest zum ersten Mal vor Ort

Sportlich auf dem Pausenhof in Dähre

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Aufbruch zum Level-Lauf auf dem Pausenhof: In einer gewissen Zeit musste die Strecke absolviert werden. Während es den Schülern am Anfang noch sehr leichtfiel, stießen sie nach einigen Minuten an ihre Grenzen. 

Dähre. Ein Sportfest ohne 100-Meter-Lauf, Ausdauerlauf und ohne Schlagballweitwurf – denn für diese Disziplinen fehlt an der Dährer Sekundarschule der Platz. Doch das erste Sportfest auf heimischem Schulhof hielt die Dährer Sekundarschüler dennoch ordentlich auf Trab.

Obst, Gemüse, Tanzeinlagen und Spaß inklusive.

Die zehnte Klasse hatten für ihre jüngeren Mitschüler in der Pause gesunde Snacks vorbereitet.

Es war ein Wunsch von Schülern und Lehrern gleichermaßen, das Sportfest endlich einmal in Dähre zu veranstalten. Bisher pendelten sie dafür auf den Diesdorfer Sportplatz. Denn eigentlich ist das Gelände der Sekundarschule viel zu klein. Sportlehrer Christopher Job musste also kreativ werden. Zum einen bedeutete das, die Schüler aufzuteilen. „Erst sind die fünften bis siebten Klassen dran. Am Donnerstag folgt dann die Klasse acht bis zehn“, so der Sportlehrer. Zum anderen gab es andere Disziplinen, als es bei einem Sportfest üblich ist. Statt 100 Meter liefen alle Schüler 50. Kugelstoßen ist für alle Pflicht, denn der normale Ball würde über den Schulzaun fliegen. In der Sporthalle war zudem eine Hochsprunganlage aufgebaut. Ausdauer müssen die Schüler nicht beim Laufen um den Sportplatz beweisen, sondern beim sogenannten Level-Lauf. Auf Signal müssen die Schüler eine gewisse Strecke schaffen. Doch der Zeitraum wird immer kürzer, nur die sportlichsten erreichten die höchste Stufe. „Im richtigen Sportunterricht ist unsere Ausdauerstrecke bis nach Nipkendey“, erläuterte Job. Man müsse sich eben nur zu helfen wissen.

Helfen, das wollte auch die zehnte Klasse. Die Schüler standen für ihre jüngeren Mitschüler zwei Stunden lang in der Schulküche und bereiteten ein gesundes Büfett vor. „Damit verknüpfen wir gleich Sport und gesunde Ernährung“, ist Christopher Job zufrieden. Dass auch die Schüler mit der neuen Entscheidung zufrieden sind, machten sie während einer kurzen Pause deutlich. Statt kaputt auf der Bank zu faulenzen, tanzten sie fröhlich auf dem Schulhof. „Wir machen mit begrenztem Platz einiges möglich.“

Von Melanie Friedrichs

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