Apenburg feiert 750 Jahre / Buntes Burgfest zur urkundlichen Ersterwähnung

Spannende Zeitreise

So könnte es vor 750 Jahren ausgesehen haben: Im historischen Flair der alten Burg werden am Sonntag vier historische Szenen um die urkundliche Ersterwähnung Apenburgs von regionalen Schauspielern aufgeführt. Foto: Zuber

Apenburg. 750 Jahre Ersterwähnung in Apenburg – das muss ausgiebig gefeiert werden und wird es auch: Am morgigen Sonntag wollen die Apenburger ab 11 Uhr an dieses historische Ereignis an der alten Burg erinnern.

Die Veranstaltung hat sowohl für interessierte Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche etwas zu bieten. „Dies wird durch die Angebote verschiedener Vereine geschehen“, betonen die Veranstalter. Ab 11 Uhr können sich Kinder und Jugendliche beim Torwandschießen, Luftballonweitfliegen, Angelweit- und -zielwurf-Wettbewerben, Adlerschießen, Spritzen mit der Feuerwehr-Handdruckspritze sowie Kutschfahrten verausgaben. Ab 14 Uhr sind vier historische Szenen um die urkundliche Ersterwähnung Apenburgs, gespielt von Bürgern aus Apenburg-Winterfeld, zu sehen. Mit dabei sind beispielsweise die Markgrafen Johan I. und Otto III. mit ihren Frauen und der Bischof von Verden.

Die Spielszenen handeln von der Altmark um das Jahr 1264. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde das Gebiet der späteren Altmark als Mark oder Markgrafschaft bezeichnet. Zu jener Zeit war Salzwedel eine bedeutende Handelsstadt. Wichtige Handelsstraßen verbanden Salzwedel mit Lübeck, Hamburg und der gesamten Mark Brandenburg. Eine dieser Handelsstraßen führte auch durch Apenburg nach Süden. Das Salzwedeler Recht von 1247 wurde auch zum Apenburger Recht und im Apenburger Stadtbuch niedergeschrieben. Apenburg, so berichten die Historiker, ist um die Mitte des 13. Jahrhunderts ein bedeutender Ort an den Handelsstraßen von Salzwedel nach Gardelegen und von Beetzendorf nach Kalbe an der Milde. Der Purnitz-Übergang wird in der sehr sumpfigen Gegend durch eine Burg gesichert. Kirchlich gehörte Apenburg wie auch der Norden der Altmark zum Bistum Verden. Die südlichen Gebiete der Altmark waren Teil des Erzbistums Halberstadt.

In den Spielpausen sorgen Lieder der Gruppe „Hoahnenfoot“ und des Chores „Liedertafel“ für den passenden Rahmen.

Von Kai Zuber

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