Beetzendorf: Empfehlung an VG-Rat, Horterweiterung mit festem Gebäude zu vollziehen

Sozialausschuss ist gegen Container-Lösung

Hort-Container an der Beetzendorfer Grundschule
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Bisher steht ein Hort-Container an der Beetzendorfer Grundschule. Weil Plätze fehlen, muss der Hort erweitert werden. Der VG-Sozialausschuss sprach sich aber gegen einen zweiten Container und für ein festes Gebäude aus.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Der Hort der Beetzendorfer Grundschule hat zu wenig Plätze und braucht dringend eine Erweiterung (AZ berichtete). Um Abhilfe zu schaffen, war ein zweiter Container auf dem Schulhof vorgesehen und bereits im Haushalt verankert worden (Nachtrag stand noch aus). Doch der Einrichtungs- und Sozialausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf sprach sich während seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 28. April, gegen eine Container-Lösung und für ein festes Gebäude aus.

Wie sehr das Thema Horterweiterung die Leute in Beetzendorf bewegt, zeigte das große Interesse an der Ausschusssitzung, denn etwa ein Dutzend Gäste, darunter auch Bürgermeister Lothar Köppe, weitere Mitglieder des Gemeinderates und Hort-Vertreter hatten sich im Saal des Verwaltungsgebäudes versammelt.

Der Ausschussvorsitzende Günther Serien stellte gleich zu Beginn der Sitzung fest: „Hier eine Entscheidung zu finden, ist nicht einfach. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Kindeswohl, das zeigt ja auch die Resonanz auf diesen Ausschuss.“ Der Sozialausschuss habe die Verwaltung beauftragt, einen Vergleich anzustellen zwischen einen Container und einem Massivbau, jeweils mit mindestens 50 Quadratmetern Fläche.

VG-Bauamtsleiter Markus Starck informierte über das Vorhaben. Es solle an den bestehenden Hortcontainer angebaut werden, wobei der Wunsch bestehe, drei verschiedene Horträume zu schaffen und den jetzigen Container in die Anlage zu integrieren. „Bei einem Container muss man mit Kosten von rund 1.500 Euro und bei einem festen Gebäude mit 2.000 Euro pro Quadratmeter rechnen“, erklärte Starck.

Derzeit gebe es an der Beetzendorfer Grundschule 124 Kinder, die Zahl werde aber laut der Schulentwicklungsplanung schon im nächsten Jahr auf 152 steigen. Im Hort werden laut Starck derzeit 86 Kinder betreut. Damit fehle im Hort eine Fläche von etwa 100 bis 120 Quadratmetern.

VG-Bürgermeister Michael Olms erklärte, bei Containern sei die Abschreibung auf 30 Jahre, bei festen Gebäuden auf 80 Jahre festgeschrieben. Das überzeugte auch Ninett Schneider, Vorsitzende der Unabhängigen Fraktion im VG-Rat: „Die Wirtschaftlichkeit eines festen Baus ist für mich unbestritten.“ Lothar Köppe appellierte an den Ausschuss, nicht noch mehr Zeit zu verlieren: „Wir sollten endlich eine Beschlussvorlage erarbeiten, die in den Haushalt kann.“ Jübars Ortschef Carsten Borchert sprach sich dafür aus, das Vorhaben in zwei Bauabschnitten zu realisieren, denn schließlich sei noch bis 2024 Zeit, die Ganztagsbetreuung abzusichern. Borchert warf der Verwaltung allerdings vor, kein Konzept zur Horterweiterung zu haben. Dem widersprach VG-Hauptamtsleiterin Anja Schrader: „Das stimmt nicht, wir hatten die Container-Lösung schon 2015 geplant.“

Schließlich formulierte Günther Serien die Empfehlung des Ausschusses an den VG-Rat: Horterweiterung als fester Bau mit 120 Quadratmetern Fläche und Kosten von etwa 400.000 Euro.

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