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Solarpark auf drei Ackerflächen bei Apenburg, Baars und Saalfeld geplant

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Von: Christian Reuter

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Volker Jakob, Projektierer von PV-Anlagen bei der Firma Sunovis, stellte das Projekt eines Solarparks für die Gemeinde Apenburg vor. © Christian Reuter

Die Firma Sunovis aus Singen in Baden-Württemberg will auf drei Ackerflächen von insgesamt 56 Hektar Größe bei Apenburg, Baars und Saalfeld einen Solarpark errichten. Der Projektteil, der Apenburg betrifft, wurde während der jüngsten Gemeinderatssitzung des Fleckens Apenburg-Winterfeld in Recklingen vorgestellt.

Recklingen. Solarparks schießen derzeit in Deutschland gefühlt wie Pilze aus dem Boden. Und auch in der Gemeinde Apenburg-Winterfeld geht es nun Schlag auf Schlag. Denn nachdem der Rat die Aufstellung eines Bebauungsplans für einen Agri-Photovoltaikpark an der Cheinitzer Straße bei Apenburg beschlossen hat, steht der nächste Vorhabenträger schon in den Startlöchern.

Es handelt sich dabei um das Unternehmen Sunovis, das auf drei Ackerflächen in der Gemeinde einen Solarpark bauen will, allerdings als konventionelle Anlage: 12 Hektar bei Apenburg und jeweils 22 Hektar bei Baars und bei Saalfeld. Insgesamt also 56 Hektar. Der gesamte Solarpark soll einmal eine Leistung von 84.000 Kilowatt Peak (KWp) liefern. „Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 35.000 Zwei-Personen-Haushalten“, erklärte Projektentwickler Volker Jakob, der den Teil, der Apenburg betrifft, näher vorstellte.

Die Firma Sunovis habe sich am Leitfaden der Gemeinde zur Behandlung von Anträgen für Solarparks orientiert. Die 12 Hektar große Anlage soll etwa 1.200 Meter vom Ort Apenburg entfernt entstehen und an das Motorsportgelände und den Schießstand angrenzen. Die Anlage werde eine maximale Höhe von 2,30 Metern aufweisen und von einer drei Meter hohen Hecke umgeben sein. „Man wird die Anlage von Apenburg aus gar nicht sehen“, betonte Jakob. Die betreffende Fläche sei für die landwirtschaftliche Nutzung kaum geeignet, da sie weniger als 25 Bodenpunkte aufweise.

Für die Gemeinde bringe die Anlage einige Vorteile. „Die Gewerbesteuereinnahmen in 30 Jahren liegen bei 1,189 Millionen Euro. Zudem kann die Gemeinde zusätzlich 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde erhalten. Das wären allein für Apenburg jährlich 36.000 Euro“, rechnete der Projektierer vor.

Vom Solarpark profitieren könnten auch die Bürger. Zum einen über eine gut verzinste Geldanlage, zum anderen über einen günstigen, regionalen Stromtarif. Außerdem wolle die Firma Sunovis auch Stromtankstellen für Elektroautos errichten, in Abstimmung mit der Gemeinde, kündigte Jakob an.

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