Gemeinde Beetzendorf will Installation einer Fotovoltaikanlage prüfen lassen

Ein Solardach für das Bürgerzentrum

Bürgerzentrum in Beetzendorf
+
Auf dem Dach des Beetzendorfer Bürgerzentrums könnte eine Fotovoltaikanlage installiert werden, die das Verwaltungsgebäude mit dem benötigten Strom versorgen würde.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
    schließen

Auf dem Dach des Beetzendorfer Bürgerzentrums könnte schon bald eine Fotovoltaikanlage installiert werden. Das Verwaltungsgebäude am Marschweg wäre dafür gut geeignet, war das Fazit der jüngsten Sitzung des Beetzendorfer Bau- und Umweltausschusses.

Der Ausschussvorsitzende Jürgen Friedrichs wies darauf hin, dass sich im Beetzendorfer Stölpenbad bereits eine Fotovoltaikanlage befinde. Was das Bürgerzentrum betrifft, sei man allerdings erst in der Anfangsphase.

Thorsten Massel, Chef der Bürgerforum-Fraktion, erinnerte daran, dass der Vorschlag für eine Fotovoltaikanlage auf dem Verwaltungsgebäude von Eva Stützel von der Grünen-Fraktion gekommen sei. Massel sprach sich für das Vorhaben aus: „Das hat ja mit Klimaschutz zu tun, wenn wir einen Teil des Stroms selbst produzieren können.“

Die erforderlichen baulichen Voraussetzungen seien bereits beim Errichten des Anbaus geschaffen worden und damit vorhanden. „Die Statik des Gebäudes würde das hergeben. Man müsste ermitteln, wie viel Strom im Haus verbraucht wird. Es könnten alle davon profitieren, die Verbandsgemeinde und die Gemeinde“, erklärte Massel.

„Über die Sinnhaftigkeit brauchen wir nicht reden“, sagte Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe. Und weiter: „Wir sollten nicht das zerreden, was wir schon vorhaben.“ Kritisch äußerte sich Mario Rosenbaum zu den Plänen für eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgerzentrums. „Ich sehe das im Hinblick auf das nutzbare Sonnenlicht als nicht so vernünftig an. Das Gebäude ist sehr zerklüftet. Man müsste auch Bäume fällen, damit überhaupt genügend Licht auf die Anlage gelangen kann“, merkte er an.

Mellins Interessenvertreter Martin Tessmer regte an, dass geprüft werden sollte, ob man Fotovoltaikanlagen auch auf Dorfgemeinschaftshäusern installieren kann. Michael Olms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, befürwortete die Pläne für das Bürgerzentrum. „Ein Verwaltungsgebäude ist prädestiniert für den Eigenstromverbrauch, da liegt die Nutzungsquote bei 90 Prozent. Die genaue Planung sollte man den Fachleuten überlassen, aber wir würden es gerne nutzen“, betonte Michael Olms.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare