80-jährige Ilse Klages lässt im Hansjochenwinkel kein Turnier aus / Ein Glas Cola als Geheimrezept

Skat-Oma mischt die Altmark auf

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Skat-Oma Ilse Klages (80) trumpft seit Jahren erfolgreich in der Region Diesdorf-Dähre auf. Immer mit von der Partie ist ihr Mann Manfred (68). Beide trinken Cola zum Spiel. 

Diesdorf / Dähre / Knesebeck. Keine Skat-Oma mischt die Altmark derart auf, wie die 80-jährige Ilse Klages aus Knesebeck. Die betagte Dame lässt seit Jahren im Hansjochenwinkel zwischen Höddelsen und Langenapel kein Turnier aus.

Derzeit trumpft sie beim Dörferturnier der Feuerwehren mit ihren Buben und Assen auf. „Im Juli werde ich sogar schon 81 Jahre alt“, verriet Ilse Klages der AZ.

Meistens gibt es einen Schinken als Preis im Skatturnier.

Der sympathischen Seniorin merkt man im Gespräch ihr Pokerface, das sie zuweilen beim Reizen und beim Spiel im Skat aufsetzt, nicht an. Was ihr Geheimtipp sei, werde sie oft gefragt. „Vor allem muss man beim Skatspielen geduldig sein und sein Blatt richtig einschätzen können. Dann kann man auch seine Chancen im Spiel voll zur Geltung bringen. Wenn ich ein schlechtes Blatt auf der Hand habe, dann muss ich das akzeptieren. Kann man das nicht, so verliert man eben“, so Klages. Doch es sind bei der „Grand Dame des Skats“ nicht allein nur Glück und Können, die häufig zum Sieg führen: Stets steht ein Glas Cola auf dem Platz. Ein Bierchen gibt es hingegen nicht. Mit dem Genuss des goldgelben Gerstensaftes könnte die Konzentration auf die Karten und das Spiel schwinden. „Ja, vielleicht ist auch die Cola eine gute Idee oder sogar mein Geheimtipp“, sagt Ilse Klages lachend.

Die 80-jährige Skatdame ist nicht nur im benachbarten Landkreis Gifhorn unterwegs, wenn Spiele angesetzt sind. Im Diesdorfer Raum ist sie ebenfalls gern gesehen. Mit ihrem 68-jährigen Mann Manfred ist sie regelmäßig bei Dörferturnieren zu sehen. Nicht selten gibt es am Ende einen Pokal oder einen der beliebten Fleischpreise. Kasseler oder Braten im Supermarkt kaufen, das musste Ilse Klages in den vergangenen Jahren eher selten. „1960 muss es gewesen sein. Da habe ich mit dem Skat angefangen. Ich habe eine Nacht durchgespielt, und dann kannte ich die Regeln und einige Tricks“, erzählt Ilse Klages.

Später hat sie den Knese-becker Skatclub mitgegründet und anschließend dort etwa 30 Jahre lang im Vorstand gearbeitet. Mit ihrem Mann hat sie zusammen etwa 50 Pokale im Skat gewonnen. Und falls, wie sie hofft, die Gesundheit es zulässt, dann werden in den kommenden Jahren wohl noch einige Trophäen und Fleischpreise hinzukommen.

Von Kai Zuber

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