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Sirenen in der Verbandsgemeinde werden nach und nach modernisiert

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Von: Christian Reuter

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Feuerwehrgerätehaus in Wallstawe
Die Tage der alten Sirene am Feuerwehrgerätehaus in Wallstawe sind gezählt. Demnächst soll eine neue, moderne Sirene installiert werden. Die Fördermittelzusage dafür ist schon eingegangen. © Christian Reuter

Die Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 und der aktuelle Krieg in der Ukraine zeigen, welche große Bedeutung der Katastrophenschutz für die Menschen hat. Ein wichtiges Instrument zum Informieren der Bevölkerung bei Gefahren sind Sirenen. Die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf lässt die vorhandenen Anlagen nach und nach durch moderne Sirenen ersetzen und nutzt dabei ein Förderprogramm des Bundes.

Diesdorf. „Nachdem der Katastrophenschutz in Deutschland lange Zeit vernachlässigt wurde, fängt der Bund an umzudenken. Man besinnt sich zurück“, sagte VG-Bürgermeister Michael Olms während der jüngsten Sitzung des VG-Ordnungs- und Feuerschutzausschusses zum Sirenenförderprogramm des Bundes, über das Kommunen noch bis zum Jahresende Geld für neue Anlagen erhalten können. Zwar sei das Programm mal wieder als Schnellschuss eingeführt worden, „aber wir sind schnell am Ball gewesen“.

In Diesdorf sei bereits die erste neue Sirene installiert worden, informierte Olms. Ein großer Vorteil dieser modernen Anlagen sei, dass neben den bekannten Sirenentönen auch Sprachdurchsagen für die Bürger möglich sind.

Als sehr positiv zu bewerten sei ebenfalls die Stromversorgung der Sirenen über Solar-Module. Dadurch seien sie unabhängig vom Stromnetz, aus dem die bisherigen Anlagen ihre Energie bezogen. Stromausfälle können den neuen Sirenen also nichts mehr anhaben.

Jede Sirene wird nach Aussage des VG-Bürgermeisters mit 17.350 Euro vom Bund gefördert. Nach Diesdorf werde Wallstawe die nächste neue Sirene erhalten. Die Fördermittelzusage liege bereits vor. Und auch Mehmke soll eine moderne Alarmierungsanlage bekommen. Ein Antrag auf Fördermittel sei gestellt worden, teilte Michael Olms mit. Dies sei auch dringend notwendig, denn die Anlage auf dem Dach der alten Molkerei sei kaputt.

Allerdings koste eine neue Sirene etwa 28.000 Euro, sodass die Verbandsgemeinde jeweils rund 10.000 Euro selbst finanzieren müsse. „Das ist aber eine Investition in die richtige Entwicklung nach vorn“, betonte Michael Olms.

Zwar soll das aktuelle Sirenenförderprogramm zum Jahresende auslaufen, aber die Verwaltung gehe davon aus, dass es auch 2023 fortgeführt werde.

Daher sollen im kommenden Jahr Anträge für neue Sirenen für Apenburg und Beetzendorf gestellt werden. Danach sollen auch noch in Rohrberg, Winterfeld, Dähre, Kuhfelde und Jübar die alten Warnmelder durch moderne ersetzt werden, so Olms.

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