Fahne der Wallstawer Wehr lag sechs Monate im Schlamm

Sinnlos zerstört

Trotz intensiver Reinigungsbemühungen – die Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Wallstawe ist zerstört. Nun muss eine neue her, da noch dieses Jahr das 90-jährige Bestehen gefeiert werden soll.

Wallstawe. Die der Wallstawer Feuerwehr im Dezember gestohlene Fahne ist wieder da – trotzdem brauchen die Ehrenamtlichen, die dieses Jahr 90 Jahre Bestehen der Wehr mit Ehrenfahne feiern wollen, eine neue.

Denn der mutmaßliche Dieb hat das Stück, das noch aus DDR-Zeiten stammt und auf eine damalige Flagge genäht wurde, in einer wassergefüllten Lehmkuhle bei Kunrau versenkt. Da der Mann ein Geständnis ablegte, zogen die Wallstawer Feuerwehrleute, namentlich Max Thaute und Tizian Behrens, ihre Fahne, die um einen Stein gewickelt war, aus dem brusthohen Wasser. „Bis zum Knie steckten wir im Schlamm“, berichteten sie nun. Seit Jahresanfang lag die Fahne dort, und das sieht man ihr an. Reinigungsversuche brachten nicht viel, denn die Fahne ist nicht nur dreckig, sondern vor allem löchrig. Was sich die Täter, die während des Einbruchs im Wallstawer Gerätehaus unter anderem nachweislich rund zehn Bier konsumierten, dabei dachten, bleibt vorerst offen.

Wehrleiter Ralph Jürges hat von Sonnabend bis Dienstag mit Rainer Behrens in der technischen Einsatzleitung in Tangerhütte im Kampf gegen das Hochwasser geholfen, zusammen mit Martin Gerber und Kai Romatschke (beide Kuhfelde), Enrico Kinzke (Cheine) und Marco Zander (Beetzendorf) – aus dem Gebiet der Verbandsgemeinde waren 86 Kameraden im Einsatz gegen das Hochwasser. Nun, nach den anstrengenden Tagen in der Ostaltmark und den Löscheinsätzen in Ellenberg, müssen sich die Wallstawer mit ihrer sinnlos zerstörten Fahne auseinandersetzen. „Die ist nicht mehr zu retten. Wir müssen nun eine neue beschaffen“, sagt Ralph Jürges, allein schon wegen des Wehr-Jubiläums. Vielleicht gelingt das über den Förderverein, hofft er.

Die mutmaßlichen drei Täter sind in U-Haft. Ihnen werden auch Einbruch und Diebstahl in der Wallstawer Alten Molkerei kurz vor Heiligabend vorgeworfen, sowie Raubüberfälle in Gardelegen, acht Einbrüche, eine Sachbeschädigung durch Graffiti, Verstoß gegen das Waffengesetz, gefährliche Körperverletzung sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Von Steffen Hamann

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