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Sicht eines Stöckheimer Seniors auf die Westernstadt

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Von: Kai Zuber

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Die Biker am Ahlumer See hatten nach eigener Darstellung die mündliche Genehmigung des Vorbesitzers zur Errichtung ihrer Hütten. © Zuber, Kai

Auch die Einwohner aus den Ahlumer Nachbarorten machen sich derzeit Gedanken um die Zukunft der Westernstadt. Einer davon ist Roland Plaasch aus Stöckheim.

Ahlum – Aufmerksam habe er in der AZ die jüngsten Berichte und auch Leserbriefe gelesen, versichert er. Er wolle sich auf diese Leserbriefe und auch auf das aus seiner Sicht positive Ergebnis der Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative (BI) „Pro Ahlum“ beziehen. „Die Ahlumer Westernstadt ist ein positives Highlight für die Region, was die Einwohner offenbar sehr schätzen“, meint Plaasch. „Es ist nicht zu vergessen, dass die Gemeinde zur Umsetzung des utopischen Tourismuskonzeptes auch einen Bebauungsplan benötigen würde“, argumentiert der Stöckheimer weiter.

Die Gemeinde möge sich aus seiner Sicht auf die Verbesserung der Infrastruktur am See konzentrieren. Dies seien vernünftige Wohnmobil-Stellplätze, Sanitäranlagen, Strom- und Wasserversorgung sowie die Pflege des Areals. Auch die Beseitigung der Bauruinen, wie des alten Bademeisterhauses und die maroden Laternen zählt Plaasch zu den Aufgaben.

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Wegweiser an der Westernstadt in Ahlum: Wohin geht die Reise für die Bebauung am See? © Zuber, Kai

„Unter dieser Voraussetzung wäre es sicherlich auch besser, einen neuen Pächter für die Fischerhütte zu finden. Als Bürger von Stöckheim erlebe ich selbst, welchen touristischen Anziehungspunkt die Westernstadt für die Region bietet“, argumentiert der Senior. Er meint damit Spaziergänger, Radfahrer und Fans der Westernbauten, die gern einen Schnappschuss oder ein „Selfi“ davor machen würden. „Auch als Partylocation ist die Westernstadt nutzbar, wie erst jüngst die Hochzeit der Familie Riek aus Ahlum gezeigt hat“, so Plaasch weiter.

Laut Rohrbergs Bürgermeister Bernd Schulz gibt es keine Veränderung in der Sachlage zur Westernstadt seit der jüngsten Ratssitzung (AZ berichtete). „Die Gemeinde hat aber in die Elektroanlage investiert, es wird Gras gemäht und die Toiletten sollen mit Hilfe von Fördermitteln saniert werden“, sagt Bernd Schulz.

Immer wieder argumentieren die Biker des Vereins „Ragtag“, dass sie vom Vorbesitzer des Areals, der Agrargenossenschaft Beetzendorf, die mündliche Zusage zum Bau der Holzhütten bekommen hätten. „Dazu gibt es ja unterschiedliche Aussagen. Ich war selbst nicht dabei“, kommentiert Schulz. Der Bürgermeister betont, dass es jüngst eine Arbeitsberatung mit der BI gegeben habe und die Pächtersuche für die „Fischerhütte“ laufe.

Auch einen Arbeitseinsatz hinter der Mühle am Ahlumer See in der Nähe der Gärten habe es gegeben, der jedoch auf wenig Interesse stieß – auch seitens einiger Ratsmitglieder. Stattdessen werde häufig nur gemeckert, bedauert Bürgermeister Bernd Schulz.

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