Stromleitungen: „Netzkonzept Ellenberg“ der Avacon bald fertiggestellt

Zur Sicherheit unter die Erde

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Unfall- oder Sturmschäden – wie hier bei Wötz – sollen dem Leitungsnetz der Avacon AG bald nichts mehr anhaben können. Zur Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien verlegt der Netzbetreiber die Kabel unter die Erde.

Beetzendorf-Diesdorf. Vergangene Woche sorgte ein ansonsten glimpflich verlaufener Verkehrsunfall bei Wötz und in sieben umliegenden Orten für einen Stromausfall. Der Fahrer hatte mit seinem Wagen einen Strommasten gekappt. Rund eine Stunde standen Anwohner im Dunkeln.

Teilweise ratterten bis zum Abend die Notstromaggregate.

Genau diese Ausfälle will die Avacon AG als Netzbetreiber seit mehreren Jahren minimieren. Immer wieder sorgten die Freileitungen bei Sturmlagen für Ärger bei Anwohnern. Das „Netzkonzept Ellenberg“ wurde geboren. Dabei investierte die Avacon in den vergangenen drei Jahren rund 5 Millionen Euro, um Leitungen unter die Erde zu verlegen.

„Dies betraf hauptsächlich den Raum Diesdorf, Dähre und Salzwedel“, erklärte Corinna Hinkel, Pressesprecherin der Avacon, gestern. Auch, weil für immer mehr dezentral erzeugten Strom – Windkraft, Solarenergie oder Biogasanlagen – die Netzkapazität erhöht werden musste, kamen stärkere Leitungen unter die Erde. „Weihnachten versorgen wir schon über das neue Netz“, kündigte im AZ-Gespräch Hinkel an.

Insgesamt wurden 70 Kilometer neue Mittelspannungskabel verlegt. „Damit haben wir auch die Versorgungssicherheit erhöht“, erklärte die Pressesprecherin. Auf der anderen Seite verschwinden damit 80 Kilometer Freileitung. „Rund 50 Prozent haben wir schon abgebaut“, so Hinkel. Im Raum Salzwedel erfolgt die Demontage im kommenden Jahr. Zu weiteren Investitionen wollte sich Hinkel gestern nicht äußern. Die Planungen dafür sollen allerdings schon laufen.

Von David Schröder

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