Landrat Michael Ziche: „Die Fusion ist alternativlos“

Sekundarschulen in Beetzendorf und Dähre sollen zusammengelegt werden

Sekundarschule in Beetzendorf
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Die Sekundarschule in Beetzendorf (im Bild) und die Sekundarschule in Dähre sollen künftig eine Einheit bilden, um beide Standorte erhalten zu können. In Beetzendorf soll die Schulleitung sitzen.
  • Christian Reuter
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Die Sekundarschulen in Beetzendorf und in Dähre sollen zusammengelegt werden, um beide Standorte zu erhalten. Der Kreisbildungsausschuss hat während seiner jüngsten Sitzung am Montag, 15. November, in Salzwedel eine Empfehlung an den Kreistag für die Fusion der beiden Einrichtungen einstimmig beschlossen. Der Sitz der Schulleitung soll in Beetzendorf sein.

Beetzendorf / Dähre. „Wir können die Fusion im Kreistag beschließen, die Standortfrage beantragen wir dann über den Schulentwicklungsplan beim Schulamt“, erklärte Ute Held, Sachgebietsleiterin Schulverwaltung des Altmarkkreises Salzwedel.

Für Landrat Michael Ziche ist die Fusion der beiden Schulen „alternativlos“. „Beide Schulen weisen gar nicht die räumliche Kapazität auf, um alle Schüler aufzunehmen“, begründete er. Knackpunkt seien die fehlenden Lehrer.

Zudem sei es nicht möglich, alle Schüler von A nach B zu transportieren, wenn es nur noch einen Standort geben würde. Auch aus Gründen der Daseinsvorsorge sei der Erhalt der beiden Beschulungsorte notwendig. In der Begründung der Beschlussvorlage heißt es, dass für Sekundarschulen eine Mindestgröße von 240 Schülern festgelegt sei.

Weiterhin seien diese Schulen mindestens zweizügig und mit einer Mindestjahrgangsstärke in den Anfangsklassen von 40 neu aufzunehmenden Schülern einzurichten. Die Sekundarschule Beetzendorf erreiche mittelfristig nicht regelmäßig die geforderte Mindestschulgröße. Und die Sekundarschule Dähre unterschreite mittelfristig die für das Beantragen zum Herabsetzen der Mindestschulgröße notwendigen 180 Schüler.

Mit der Fusion der beiden Schulstandorte entstehe eine dreizügige Sekundarschule mit rund 400 Schülern. „Diese ist damit mittel- und langfristig bestandsfähig“, lautet die Beschlussbegründung.

Die Beibehaltung der beiden Standorte erfolge vorbehaltlich der Genehmigung durch die Schulbehörde. Ein Antrag zur Prüfung der Genehmigungsfähigkeit sei bereits gestellt worden.

Nadine Broweleit vom Elternkuratorium der Dährer Sekundarschule ist skeptisch, ob sich durch die Fusion die Situation an den beiden Schulen ändern wird.

„Das Problem wird nicht geändert, sondern nur auf zwei Standorte verteilt. Aber was soll man machen?“, sagte sie am Dienstag, 16. November, auf AZ-Nachfrage. Zudem sitze die Leiterin der Dährer Schule ja schon in Beetzendorf.

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