Familie Jäger aus Leetze stinksauer über Sanierung

Schwierige Zufahrt nach Straßenbau

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Anlieger Nico Jäger kommt nach dem Straßenausbau mit einem Normal-PKW nicht mehr auf seinen Carport. Früher lag die befestigte Fahrbahn weiter vom Haus entfernt.

Leetze / Kuhfelde. Normalerweise sollten Anlieger einer Straße im Falle eines Neuausbaus grundsätzlich davon ausgehen, dass ein solches Vorhaben für sie selbst, also für die Anlieger ihrer eigenen Straße und deren Grundstücke, durchgeführt wird.

Und erst in zweiter Linie für den ansonsten ortsfremden Durchgangsverkehr. So in etwa dachte es sich auch Familie Jäger im Kuhfelder Ortsteil Leetze Nummer 24.

Einmal Zaunputzen angesagt. Auch für die Reinigung der offenbar von Baufahrzeugen verschmutzten Anlage von Familie Jäger fühlt sich niemand zuständig.

Im Detail geht es um die in den vergangenen Wochen erfolgte Sanierung der Leetzer Ortsdurchfahrt im zweiten Bauabschnitt. Die Straße ist eine Kreisstraße mit der Bezeichnung K 1383. Doch nicht alle sind zufrieden mit dem Resultat: Anlieger Nico Jäger kommt nach dem Straßenausbau mit einem handelsüblichen Auto nicht mehr in sein Carport: „Früher lag die befestigte Fahrbahn weiter vom Haus entfernt. Nun ist sie mit dem Ausbau näher ans Grundstück gerückt, wodurch sich der Winkel zur Carport-Auffahrt erhöht hat und die Zufahrt viel steiler verläuft“, erklärte Nico Jäger vor Ort. Zum Glück fährt die Familie Geländewagen mit großer Bodenfreiheit, so dass sich der Ärger in Grenzen hält.

Doch das Ganze hätte vermieden werden können, wenn auf diesem etwa 50 Meter langen Teilstück der Fahrbahn das Niveau um nur zehn Zentimeter angehoben worden wäre. Ein Planungsfehler also? Kuhfeldes Bürgermeister sieht das nicht so: „Die neue Fahrbahn hat das gleiche Niveau wie die alte. Die meisten Anlieger sind zufrieden mit der neuen Straße und Herr Jäger kommt auch mit seinen Autos auf das Grundstück. Ich sehe da kein Problem“, sagt Frank Leskien. Außerdem sei der Straßenausbau Sache des Kreises.

Dies will Nico Jäger nicht so stehen lassen. Zu sauer ist ihm der Ärger mit den Behörden aufgestoßen. Als er auf die zweite, bereits im Jahre 2011 beantragte Auffahrt zum Carport pochte, habe man ihn gefragt, ob denn überhaupt eine Baugenehmigung vorliege. Letzten Endes waren aber alle Genehmigungen vorhanden. Doch das ist noch nicht alles: „Mich ärgerte beim Bau der Straße auch, dass die Baufirma unseren neuen teuren Zaun mit Baufahrzeugen beschmutzt hat. Wir haben ihn stundenlang gereinigt“, so Jäger weiter. Dann kam die Abnahme der Straße. Alles okay, wie es hieß. „Für mich gibt es aber erhebliche Mängel. Steine sind im Erdreich der Nebenanlagen und es fehlt Mutterboden“, legt Nico Jäger unzufrieden nach. Und: Leider wurde die Auffahrt, obwohl 2011 beantragt und genehmigt, nicht beim Bau der neue Straße berücksichtigt. „Dabei hatte ich alle Unterlagen ordnungsgemäß beim Altmarkkreis, dem Bauamt und der Gemeinde vorliegen. Zu meinem Ärger wurde dieser Sachverhalt von den Behörden immer abgestritten“, so Jäger.

Von Kai Zuber

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