Wildtiere rotten sich zum Schutz vor Kälte und Fressfeinden zu Gruppen zusammen

Schwarze Rehe an der B 248

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Rund 30 Rehe rotten sich derzeit in kleineren Gruppen wie hier an der Bundesstraße 248 zwischen Vitzke und Püggen zusammen. Dabei finden sich auch Tiere mit schwarzer Decke – eine Farbanomalie die durch Mutation entstanden ist.

Püggen / Vitzke. Ein friedlicher Anblick ergab sich auf den Feldern rechts und links der B 248 zwischen Vitzke und Püggen. Rund 30 Rehe grasten dort – unbeirrt vom Autoverkehr.

„Das ist ein schöner, aber kein ungewöhnlicher Moment für diese Jahreszeit“, so Lutz Amft, Vorsitzender der Hegegemeinschaft Heidberg. „Rehwild zieht sich im Winter zusammen und bildet für die Kitze Schutzgruppen gegen Kälte und Fressfeinde“, erklärt Amft.

Spätestens im Frühjahr lösen sich die Verbände wieder auf. Bis dahin bewegen sich die Wildtiergruppen kaum. „Für Autofahrer besteht nicht die Gefahr, dass ihnen eine Herde vors Auto springt.“ Dennoch sollte bei zunehmender Dunkelheit die Geschwindigkeit reduziert werden.

Besonderer Blickfang sind die schwarzen Rehe. Diese sind keine eigene Rehwildart, auch wenn dies vereinzelt behauptet wird. „Der Grund für die komplette Schwarzfärbung ist eine Farbanomalie, die durch Mutation entstanden ist. Dabei wird die ursprüngliche Rotfärbung unterdrückt“, erläutert Amft.

Von Katja Lüdemann

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