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Schützengilde will Apenburger Burgfest 2022 ausrichten

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Von: Christian Reuter

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In diesem Jahr soll es wieder ein Burgfest in Apenburg geben, aber von der Schützengilde veranstaltet. © Kai Zuber

Nach vierjähriger Pause soll es 2022 wieder ein Burgfest in Apenburg geben. Allerdings will nicht mehr der langjährige Organisator Andreas Schwieger mit seiner gemeinnützigen Gesellschaft „Siegel von Apenburg“ die beliebte Veranstaltung ausrichten, sondern die Apenburger Schützengilde. Der Gemeinderat des Fleckens Apenburg-Winterfeld will sich weder für die eine noch die andere Seite positionieren und sich bei der Vorbereitung des Burgfestes heraushalten, hieß es während der jüngsten Ratssitzung am Dienstag, 12. April, in Recklingen.

Recklingen. Um es vorwegzunehmen: Es war eine teils recht kontroverse und auch emotional geführte Diskussion, wie es mit dem Burgfest in Apenburg weitergehen soll. Ein Fest, das seit mehr als 20 Jahren immer am ersten Septemberwochenende tausende Besucher anlockt. Das letzte Burgfest liegt aber nun schon fast vier Jahre zurück, wurde 2018 gefeiert.

Die Gründe dafür nannte die Bürgermeisterin Ninett Schneider: „Andreas Schwieger hat es jetzt drei Jahre nicht gemacht. Im ersten Jahr, weil zeitgleich ein Fest in Gardelegen stattfand, im zweiten Jahr wegen Corona und im dritten Jahr krankheitsbedingt.“

Was das Burgfest 2022 betrifft, so habe es zwei Anträge für die Durchführung gegeben. Dann sei Dieter Mitschka, Chef der Apenburger Schützengilde, zweimal bei ihr gewesen. Damals habe noch niemand gewusst, ob Andreas Schwieger das Fest wieder veranstalten wolle. Schwieger habe dann gesagt, dass er doch weitermachen wolle. Gespräche darüber, dass Fest von der Gesellschaft „Siegel von Apenburg“ von Andreas Schwieger und der Schützengilde gemeinsam auszurichten, hätten nichts gebracht, führte die Bürgermeisterin aus.

Ratsherr Peter Warlich lobte das Engagement des langjährigen Organisators: „Andreas Schwieger hat das immer hervorragend gemacht. Er hat sich dann zurückgezogen, weil er keine Chance mehr sieht.“

Dieter Mitschka, der als Gast an der Sitzung teilnahm, sagte: „Wir halten die Hand offen für Matthias (Matthias Börner, designierter Nachfolger von Andreas Schwieger, d. Red.). Herr Schwieger hat mir viel Glück gewünscht. Die Verträge wurden schon gemacht, das Burgfest findet statt.“

Die Bürgermeisterin erklärte, der Schützenverein könne ein Burgfest ausrichten, und die Gesellschaft „Siegel von Apenburg“ könne das auch. Zeitgleich, denn das Gelände an der Burg sei groß genug, oder zu einem anderen Termin. Schneider betonte, dass die Gemeinde nur die Fläche zur Verfügung stelle. Die Bürgermeisterin ließ dann noch darüber abstimmen, ob der Vertrag mit Andreas Schwieger rechtlich geprüft werden sollte, aber nur drei Ratsmitglieder waren dafür. „Wir halten uns da raus, fertig“, sagte Ninett Schneider.

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