Bernd Hane kandidiert als Bürgermeister / Erfahrung in der Kommunalpolitik

„Das Schönste an Dähre ist der Zusammenhalt im Ort“

Da Michael Olms (l.) im Januar die Geschäfte des Verbandsgemeinde-Bürgermeisters in Beetzendorf-Diesdorf übernimmt, muss ein Ersatz in Dähre her. Als Kandidat wurde der Dährer Bernd Hane nominiert. Foto: Lüdemann
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Da Michael Olms (l.) im Januar die Geschäfte des Verbandsgemeinde-Bürgermeisters in Beetzendorf-Diesdorf übernimmt, muss ein Ersatz in Dähre her. Als Kandidat wurde der Dährer Bernd Hane nominiert.
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Salzwedel / Dähre. Ein echtes Dährer Urgestein, das ist Bernd Hane. Der 59-Jährige wurde am Montag durch den CDU-Ortsverband Diesdorf-Dähre einstimmig als Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Dähre benannt.

Kreisvorsitzender Peter Fernitz begrüßte diese Entscheidung: „Ich bin froh, dass wir mit Bernd Hane jemanden gefunden haben, der seit Jahren schon ehrenamtlich in Dähre unterwegs ist und die Probleme des Ortes kennt, aber auch die guten Seiten hervorheben kann“, so Fernitz.

Bernd Hane, geboren in der Goethestadt Bad Lauchstädt, aufgewachsen in Dähre, wollte eigentlich Tierarzt werden. „Als Zweitwunsch habe ich Landwirtschaft angegeben. Schlussendlich habe ich in Berlin meinen Diplomlandwirt gemacht“, erzählt Hane. Anschließend ging es mit Gattin Anett und Sohn nach Golßen in die Niederlausitz. Nach der Wende, am 1. Oktober 1991, kehrte Hane mit seiner Familie in die Altmark zurück. Und bewirtschaftet bis heute rund 180 Hektar. „Die Rinderbestände haben wir im vergangenen Jahr reduziert. Das hat sich nicht mehr gelohnt“, so der Vater von vier Kindern und zweifacher Opa.

Seitdem engagiert sich der 59-Jährige im Ort. Ob als Rettungsschwimmer und Ausbilder bei der Wasserwacht im Waldbad – dort begann er 1976 seinen ersten Dienst – als Posaunenspieler im Chor und bei der Salzwedeler Big Band. Auch in der Kommunalpolitik, so im Gemeinderat, ist der Dährer aktiv. „Unser Hauptproblem ist die sehr angespannte Finanzlage in der Gemeinde. Und der Wegzug und der daraus resultierende Leerstand sind gravierend“, erklärt Hane. Und sieht als Hauptchance, dass der Ort attraktiver gestaltet werden muss.

So ist und bleibt das Dährer Waldbad ein Dreh- und Angelpunkt, der für die Bürger erhalten werden soll. „Seit 15 Jahren kämpfen wir für das Bad. Wenn das nicht mehr ist, was haben wir dann noch an Anziehpunkten?“, so Hane.

Bereits im vergangenen Jahr war Bernd Hane als Bürgermeisterkandidat im Gespräch. Dann erklärte Michael Olms seine Bereitschaft, das Amt zu übernehmen. Da Olms aber nun im Januar als Verbandsgemeinde-Bürgermeister antritt, muss in Dähre ein Ersatz her. „Ich habe sechs Wochen überlegt. Nachdem dann das Okay von meiner Frau kam, habe ich mich entschlossen, die Verantwortung im Ort zu übernehmen“, erklärt der Dährer seine Entscheidung für die Kandidatur.

Und wenn er drei Wünsche als Bürgermeister frei hätte – so zur Weihnachtszeit? „Dann hätte ich gerne finanzielle Mittel, die für die Belange des Ortes reichen. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, seien es Straßen, die uns mit dem Rest der Welt verbinden, und gutes Internet. Und dann junge Familien, die sich bei uns niederlassen wollen.“ Es ist der Zusammenhalt im Ort, in der Gemeinde. „Der Zusammenhalt ist das Schönste an Dähre“, schließt Bernd Hane. Am 15. Januar wird der neue Dährer Bürgermeister gewählt. Kandidaten können sich noch bis zum 19. Dezember bei der Verbandsgemeinde bewerben.

Von Katja Lüdemann

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