Fasslom am Wochenende: Mit Ghettoblaster durch Nettgau

Schnorren ohne Live-Musik

Fasslom ist ein alter Brauch in der Altmark – auch in Nettgau. Dieses Jahr kämpfen die Veranstalter mit Schwierigkeiten. Foto: Archiv

eli Nettgau. Dietmar Schweigel, Nettgaus Ortsfeuerwehrchef, hat mit Bedauern verkündet, dass zum Fasslom leider auf die musikalische Unterstützung während des Schnorrens verzichtet werden muss. Aus terminlichen und finanziellen Gründen wurde keine Musikgruppe gefunden.

Da Fasslom schon am Sonnabend, 26. Januar, in Nettgau stattfindet, wurde nach einer schnellen Lösung gesucht.

Kamerad Mario Kutschan wollte unbedingt an der alten Nettgauer Tradition festhalten und nicht auf das Schnorren verzichten. Seine Alternative lautete: „Wir nehmen einen Handwagen und spielen Musik aus einem ,Ghettoblaster‘“. Wichtig war auch den übrigen Kameraden, die Tradition am Leben zu erhalten.

Schweigel las das Fasslomgesetz vor, das bei der geplanten Veranstaltung für die Teilnehmer verbindlich ist. „Änderungen brauchen wir nicht, das passt noch“, bezog er sich auf die Strafgelder und erntete Zustimmung bei den Kameraden.

Das ist der Plan: 9 Uhr treffen sich die Feuerwehrleute und die Schnorrer am Sonnabend im Nettgauer Feuerwehrhaus. Nach einem kräftigen Frühstück starten die Schnorrer ihre Runde durch den Ort. Eier, Wurst, Speck, Käse und andere Spenden der Einwohner werden regelmäßig zur Feuerwehr gebracht. Dort kümmern sich die weiblichen Feuerwehrmitglieder um den anschließenden Eierback ab 11.30 Uhr.

13.30 Uhr werden die Nettgauer Einwohner und Gäste zum Essen erwartet. Dietmar Schweigel bat um rege Teilnahme am Fasslom und nannte auch gleich den Termin für die Grünkohlwanderung, die am 10. Februar stattfinden wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare