Zu Fasslom wurde ordentlich geklönt und gefeiert

Schnorren für das ganze Dorf

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Die Schnorrer sind Los: Die bunte Truppe nahm Marlies Siegel vom Hof Malessa in ihre Mitte und dankte ihr für die leckeren Gaben zum Schnorrerfest Fasslom.

rl Gladdenstedt. Das dritte Februar-Wochenende gehört in Gladdenstedt jährlich den Schnorrern. Dann sind im Dorf nicht nur die Männer auf den Beinen, sondern nachmittags die Kinder und abends alle Einwohner.

„Fasslom in Gladdenstedt wird seit 1958 gefeiert“, erzählte Ottfried Beier, Vorsitzender vom Fasslom-Club.

Am Sonnabend ab 11 Uhr marschierten rund 40 Männer mit Kiepen von Haus zu Haus, um Eier, Wurst, Speck und andere Leckereien zu schnorren.

Musikalisch wurde die bunte Truppe von der Betzhorner Blaskapelle mit einheimischer Verstärkung begleitet. Wo der Tross stehen blieb, wurden die Türen bereitwillig geöffnet, wie bei Marlies Siegel auf Hof Malessa oder bei Kerstin Scharsig.

Die Gladdenstedter geizten nicht mit allem was mundete. Hier und dort gab es dann sogar noch einen kleinen „Schluck“. Ob Wurstträger Sven Beier, die Kiepenträger Stephan Harms und Martin Zadrozni oder die Eierkorbträger Dieter Tiedge und Gerd Kasper, alle hatten schwer zu tragen.

Waren Wurstbaum, Kiepen oder Eierkörbe voll, wurden sie im Dorfgemeinschaftshaus abgeladen. Nach dem Ende des lustigen Schnorrganges traf sich das gesamte Dorf, um all die Leckereien gemeinsam zu verspeisen und im Anschluss zu tanzen. Fremde, die an diesem Tag per Auto durch Gladdenstedt fuhren, denen wurde ein Wegezoll abverlangt.

„Und so haben wir mal wieder so richtig geklönt und zusammen gefeiert“, freute sich der Fasslom-Chef.

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