Neue Trinkwasserleitung für Bonese wird in schonendem Verfahren verlegt

Schluss mit Rohrbrüchen

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Gehwege aufreißen war gestern: Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Demmin schieben die neue Trinkwasserhauptleitung für Bonese in den vorher horizontal gebohrten Tunnel.

Bonese. Die Boneser können endlich aufatmen. Bald ist Schluss mit den ewigen Rohrbrüchen im Ort (AZ berichtete mehrfach). Eine Spezialfirma aus Demmin verlegt gegenwärtig im Auftrag des VKWA Salzwedel eine 700 Meter lange Trinkwasser-PE-Hauptleitung.

Ist diese im Boden, werden die Hausanschlüsse erneuert. Der Wasserverband investiert in diese Baumaßnahme rund 130 000 Euro. Bei offenem Wetter wollen die Tiefbauer Ende Dezember fertig sein.

Rückblick: Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren in Bonese zu Wasserrohrbrüchen. Grund waren maroden Leitungen, die zu DDR-Zeiten oft in Eigeninitiative der Gemeinde verlegt wurden und den heutigen Anforderungen (Stichwort höhere Drücke) nicht mehr gewachsen sind.

Ein neues Verfahren macht es möglich, dass Bonese nur noch an ganz wenigen Stellen aufgebaggert werden muss. Die Firma aus Mecklenburg-Vorpommern hat sich darauf spezialisiert, die Leitungen im Horizontal-Spülbohrverfahren zu verlegen. Dabei wird ein Gestänge unterirdisch so gesteuert, dass es auch kleinen Hindernissen im Boden ausweichen kann. Meter um Meter entsteht so ein Tunnel. Auf dem Rückweg des Gestänges wird dann das entsprechende PE-Rohr in den nun vorhandenen Tunnel eingezogen. Ist dieses Hauptrohr im Boden, können dann daran die Hausanschlüsse angeschlossen werden. Das Verfahren ist nicht nur schneller als herkömmliche, es ist auch viel sauberer. Außerdem müssen auch Gehwege, Auffahrten und Straßen nicht aufgerissen werden.

Von Rüdiger Lange

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