Gemeinde zum zweiten Mal das Ziel eines solchen Wettbewerbes

Schlittenhunde aus ganz Norddeutschland in Apenburg am Start

Friederike Grant (Velo1) aus Pretzier legte gestern mit ihrem Hund eine ausgezeichnete Zeit vor.
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Friederike Grant (Velo1) aus Pretzier legte gestern mit ihrem Hund eine ausgezeichnete Zeit vor.

Apenburg – Aus ganz Norddeutschland kamen am Wochenende Schlittenhunde-Teams ins beschauliche altmärkische Apenburg, um ihren Sport zu frönen.

Rennleiter Helmut Gottschlich und Sportwart Uwe Fritz vom Sachsen-Anhalter Schlittensportclub Haldensleben sowie das gesamte Organisationsteam hatten alle Hände voll zu tun, nicht zuletzt auch wegen der teilweise regnerischen Witterung.

Zum zweiten Mal war Apenburg das Ziel eines solchen Wettbewerbes. Großen Anteil daran hat der Apenburger Uwe Fritz. „Apenburg ist ein Gewinn für unseren Sport“, sagte der Rennleiter und dankte nicht nur Uwe Fritz, der heimischen Feuerwehr, die für die Wasserversorgung sorgte, sondern auch allen privaten Waldbesitzern, die ihr Einverständnis gegeben hatten. Denn die 5,4 Kilometer lange Strecke führte für die 80 Starter in zwölf Kategorien fast nur durch Wälder.

Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag gab es für die Teams je einen Wertungslauf. Beide wurden zusammengezählt. Für die drei Besten eines jeden Gespanns – vom kleinsten Gespann mit einem Hund bis zur offenen Klasse ab neun Hunde – gab es Pokale.

Tier und Mensch genossen den Wettbewerb in der Altmark.

Die weiteste Anreise in diesem Jahr hatte Frank Sollermann aus Upelengen in Ostfriesland. In Apenburg endete die diesjährige Schlittenhundesaison des Sportclubs. „Das ist unser letztes Rennen, an dem auch viele Europa- und Weltmeister teilnehmen“, informierte Helmut Gottschlich. Die neue Saison beginnt dann erst wieder Ende Oktober. „Und am dritten Märzwochenende 2020 sind wir wieder in Apenburg“, freut sich Uwe Fritz.

Ob die Hunde am Bike, in den Velo-, Scooter, Vierer- oder bis zur offenen Klasse – alle konnten ihre Starts nicht abwarten und mussten teilweise von Helfern festgehalten werden. „Für die Hunde sind solche Rennen Spaß“, sagte Henning Schulz aus Buchwitz, der Huskies seit rund 25 Jahre züchtet. Kurz vor dem Rennen bekommen seine Hunde immer noch Wasser, das mit Lachsöl und etwas Wurst aufgepeppt wird.

„Da hat so jeder Musher sein eigenes Rezept“, weiß Jörg Pohmer aus Güstrow. Und auch er hält sich bedeckt, was in der „Morgenkraftsuppe“ für seine 25 Sibirian Huskies steckt. Am Ende der beiden Renntage sind alle zufrieden, auch wenn es für den einen oder anderen nicht für einen Pokal gereicht hat. Alle sind sich aber einig: Apenburg ist ein Gewinn.

VON RÜDIGER LANGE

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