Gebäude in Hohenböddenstedt fällt heftigen Sturmböen zum Opfer

Scheune stürzt ein, die Schafe haben überlebt

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Eine Scheune in Hohenböddenstedt bei Diesdorf wurde durch Böen des Sturmtiefs „Bennet“ zum Einsturz gebracht. Laut Aussage des Pächters Jürgen Neuling war die Scheune schon seit Jahren immer mehr in Schieflage geraten, der Einsturz also nur eine Frage der Zeit.

Hohenböddenstedt – Eine Spur der Verwüstung hinterließ das Sturmtief „Bennet“ am Montag auch in der Altmark. Mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde fegte der Sturm über Sachsen-Anhalt hinweg, in der Altmark waren es laut Deutschem Wetterdienst immerhin 70 bis 85 Kilometer pro Stunde.

In Hohenböddenstedt bei Diesdorf wurde dadurch eine Scheune komplett zerlegt.

„Ich saß im Haus, plötzlich flogen Asbestteile durch die Gegend“, erlebte Jürgen Neuling, der auf dem Nachbargrundstück wohnt und seit etwa fünf Jahren Pächter der Scheune ist, die Situation. Kurze Zeit später sei das gesamte Gebäude dann eingestürzt.

Zum Glück seien keine Menschen oder Tiere verletzt oder gar getötet worden. Das Wohnhaus, das sich nur wenige Meter neben der Scheune befindet, stehe schon seit mehreren Jahren leer, sagt Neuling. Und fügt noch hinzu: „In der Scheune haben zwei Schafe überlebt, da war wohl ein Hohlraum gewesen.“ Sonst habe in dem Gebäude nur eine ganze Menge altes Stroh gelegen.

In Schieflage geraten

Früher habe sich neben der Scheune ein Kälberstall befunden, der dann aber abgerissen worden sei. „Der Kälberstall hat die Scheune geschützt, Balken wurden früher auch mal entfernt“, erinnert sich Jürgen Neuling zurück. Dadurch sei die Scheune über mehrere Jahre hinweg immer mehr in Schieflage geraten. Die Windböen am Montag hätten dem Gebäude dann wohl den Rest gegeben.

Von der einst etwa 20 mal 15 Meter großen Scheune ist nur ein großer Trümmerhaufen übrig geblieben. Jürgen Neuling würde es gerne sehen, „wenn der Schutt zeitnah beräumt wird“. Da er das Gebäude nur von der Gemeinde als Besitzer gepachtet hat, sehe er auch die Gemeinde in der Verantwortung, die Trümmer wegzuräumen. Neuling wolle sich daran auch beteiligen, allerdings nicht an der Beseitigung des Sondermülls Asbest, was eine Menge Geld koste.

Kleine Ironie an der Geschichte: „Ich wollte die Scheune kaufen, das war der Gemeinde seit etwa zwei Wochen bekannt.“

VON CHRISTIAN REUTER

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