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Sanierung des Diesdorfer Wasserwerkes geht voran

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Von: Christian Reuter

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Wasserwerk Diesdorf
Das Wasserwerk in Diesdorf wird derzeit saniert, der zusätzliche Trinkwasserbehälter (Mitte) ist bereits am Netz. Voraussichtlich in sechs Monaten sollen die Arbeiten beendet sein. © Christian Reuter

Die Sanierung des Diesdorfer Wasserwerkes geht voran. „Der zusätzliche Trinkwasserbehälter ist bereits am Netz“, teilte Jens Schütte, Chef des Verbandes Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Salzwedel (VKWA), am Montag, 10. Januar, auf AZ-Nachfrage mit. Voraussichtlich in sechs Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Diesdorf. Das Diesdorfer Wasserwerk wird seit 2020 saniert. Derzeit versorgt die Anlage rund 3000 Einwohner und Gewerbebetriebe mit Trinkwasser. Dafür fördert sie rund 1000 Kubikmeter Nass pro Tag. „Wir modernisieren die gesamte Anlage“, erklärte VKWA-Chef Jens Schütte.

Das künftige Werk soll vor allem die Versorgungssicherheit erhöhen, damit auch bei Rohrbrüchen und bei Erst-Brandbekämpfung genug Wasser verfügbar ist, hatte der VKWA bereits im Mai 2020 in der von ihm herausgegebenen Wasserzeitung bekannt gegeben. Dazu wurde direkt neben dem derzeitigen Wasserwerk ein Reinwasserbehälter gebaut, der nach Aussage von Schütte am Netz ist. Das Gebäude werde nicht umgebaut, aber die gesamte Ausrüstung erneuert. „Innen müssen zum Beispiel noch neue Kessel errichtet werden. Das ist nicht so einfach, da dies bei laufendem Betrieb erfolgt, und zudem ist alles sehr beengt“, führte der Verbandschef aus.

Mindestens ein halbes Jahr werde es noch dauern, bis die gesamte Technik fertig und damit die Sanierung abgeschlossen ist. Im Mai 2020 hatte der VKWA geschrieben, er wolle bis zum Jahresende fertig sein. „Da waren wir wohl zu optimistisch gewesen“, blickte Schütte zurück. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie sei es zur Verzögerung gekommen. Zudem seien zum Ausführen der Arbeiten teilweise Spezialfirmen erforderlich, die es in der Region nicht gebe. „Deshalb sind an der Sanierung Firmen aus ganz Deutschland beteiligt.“

Für die Sanierung des Diesdorfer Wasserwerkes investiert der VKWA knapp zwei Millionen Euro. Die Wasserfassung soll allerdings erst in den kommenden Jahren modernisiert werden. „Wir wollen die Gesamtinvestition mit Augenmaß in unsere mittelfristige Wirtschaftsplanung einfügen und umsetzen“, so der Verbandschef.

Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Diesdorfer von den Bauarbeiten nur wenig mitbekommen. „Erst wenn das sanierte Werk an das Netz angeschlossen wird, kann es zu kurzzeitigen Einschränkungen kommen“, erklärte Jens Schütte.

Das Diesdorfer Wasserwerk war 1988/89 errichtet worden. Zu DDR-Zeiten habe der Wasserverbrauch bei mehr als 100 Litern pro Einwohner gelegen, heute seien es nur noch etwa 90 Liter pro Kopf, teilte Schütte mit. Was vor allem am gestiegenen Preis liegen dürfte.

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