Seit Anfang Januar gilt in Beetzendorf eine gemeinsame Hundesteuersatzung

Saftige Gebühren für Pitbull & Co.

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Seit 1. Januar gilt eine gemeinsame Hundesteuersatzung in Beetzendorf. Jeder Halter ist verpflichtet, bei der Hundebestandsaufnahme Auskunft zu erteilen. Steuerermäßigungen sind möglich.

Beetzendorf. Seit Anfang Januar 2016 gilt in ganz Beetzendorf eine gemeinsame Hundesteuersatzung.

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Weitere Angleichungen der einzelnen Satzungen aus den Altgemeinden oder Ortsteilen seien in den kommenden Wochen das Ziel der Kommune, sagte Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe der AZ auf Anfrage. „Die nächste Satzung im Zuge dieser Angleichungen wird voraussichtlich die Baumschutzsatzung sein“, so Köppe. Gegenstand der Hundesteuer im Rahmen der neuen Satzung ist das Halten von mehr als drei Monate alten Tieren im Gemeindegebiet. Kann das Alter eines Hundes nicht nachgewiesen werden, so ist davon auszugehen, dass der Hund mehr als drei Monate alt ist.

Die Steuer wird als Jahresbeitrag kassiert. Erhebungszeitraum ist das jeweilige Kalenderjahr. Der Betrag wird am 15. Februar eines jeden Jahres fällig. Die Gebühren betragen für den ersten Hund 30 Euro, für den zweiten 40, den dritten und jeden weiteren 60 Euro und für gefährliche Hunde 300 Euro.

Als gefährlich gelten Bullterrier, Pitbull-Terrier, American Straffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und deren Kreuzungen. Als gefährlich gelten weiter Hunde, die auf Angriffslust oder über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft oder Schärfe oder auf andere in der Wirkung gleichstehende Merkmale gezüchtet, ausgebildet oder abgerichtet sind. Des Weiteren Hunde, die sich als bissig erwiesen haben, Hunde, die wiederholt in gefahrdrohender Weise Menschen angesprungen haben oder aber Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert andere Tiere hetzten oder reißen. Diese Erweiterung in die Satzung eingearbeitet zu haben, empfindet Ortschef Lothar Köppe als besonders wichtig.

Eine Steuerbefreiung wird nur auf Antrag gewährt. Und zwar für Hunde, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe blinder, gehörloser oder sonst hilfloser Menschen dienen. „Sonst hilflose Menschen“ sind solche Männer und Frauen, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „B“, „BL“, „aG“ oder „H“ besitzen.

Die Beetzendorfer Hundesteuer wird auf Antrag ermäßigt für einen Hund, der zum Bewachen von bewohnten Gebäuden eingesetzt wird, die von dem nächsten bewohntem Haus über 300 Meter Luftlinie entfernt liegen. Und für Hunde, die nach Melde-, Sanitäts- oder Schutzhunde-Ausbildung vor Leistungsprüfern der Fachorganisation mit Erfolg bestanden haben und für den Zivil- und Katastrophenschutz oder im Rettungsdienst eingesetzt werden.

Bei Jagdgebrauchshunden, die eine Jagdeignungsprüfung abgelegt haben und neben persönlichen Zwecken auch der Jagd dienen, können Halter ebenfalls einen Nachlass beantragen.

Von Kai Zuber

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