Super-Weihnachtsmann Roland Plaasch

„Ich kann einfach nicht Nein sagen“

Ein aufwendig verkleideter Weihnachtsmann mit weißem Rauschebart und roter Kutte steht in einem weihnachtlich geschmückten Ladenlokal.
+
Weihnachtsmann in Aktion: Roland Plaasch aus Stöckheim bespricht mit Ehefrau und Assistentin Christin seinen nächsten „himmlischen“ Auftrag.
  • VonKai Zuber
    schließen

In einem billigen Weihnachtsmann-Kostüm vom Discounter nehmen die Kinder den Mann mit Bart oft nicht besonders ernst. Diese Beobachtung hat auch der Stöckheimer Weihnachtsmann Roland Plaasch schon dutzende Male gemacht. Doch mangelnder Respekt kann ihm nicht passieren: „Qualität zahlt sich bekanntlich immer aus“, sagte er sich und investierte entsprechend großzügig in sein Erscheinungsbild. Und so ist Plaasch an Heiligabend wieder voll ausgebucht: „Die Leute wollen eben den ,echten‘ Weihnachtsmann, versichert er.

Keine Frage: Hier hat der Weihnachtsmann sein Hauptquartier. Das Refugium in der Stöckheimer Ortsmitte ist seit dem Beginn der Adventszeit mit dutzenden Lichterketten geschmückt.

Stöckheim – Zu Beginn seiner Karriere als „himmlischer“ Bote wollte der Stöckheimer seine Engagements auf etwa ein halbes Dutzend begrenzen, doch nun sind es allein an Heiligabend 16 geworden. „Ich kann einfach nicht Nein sagen“, lacht der Senior, der sich viele Jahre Zeit genommen hat, um für sich das ideale Weihnachtsmannkostüm auszuwählen. Wenn Plaasch in dieses Kostüm hinein schlüpft, dann kommt am Ende der „Aha-Effekt“: So wie die Santa-Clause-Werbefigur einer bekannten amerikanischen Cola-Marke sieht der Stöckheimer dann aus – und schon nehmen ihn auch die „üblichen Verdächtigen“ ernst: „Die Kinder im fortgeschrittenen Alter, fast schon Weihnachtsmann-Leugner, stehen dann stramm und haben Respekt vor mir“, berichtet Roland Plaasch der AZ in einem Exklusiv-Interview. Zu den 16 Einsätzen am Heiligen Abend kommen am ersten Weihnachtstag dann noch weitere vier Auftritte in der Region hinzu. Doch auch ein Weihnachtsmann hat irgendwann einmal Freizeit: „Der zweite Weihnachtsabend ist der Familie vorbehalten“, erklärt der Mann mit dem weißen Rauschebart. In der Adventszeit hat Plaasch bereits Termine in Chüttlitz, Diesdorf, Jübar und Salzwedel absolviert. „Wenn ich dann aus dem Auto steige, wollen Eltern und Kinder natürlich Selfies machen“, lacht der Stöckheimer Santa Clause. Besonders dankbar ist er für seinen familiären Rückhalt, denn Ehefrau Christine hält zuhause als Assistentin und Christkind wacker die Stellung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare