Apenburg-Winterfeld gibt Geld für Entsorgung

Reifenlager: Nachbarn wollen finanziell helfen

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Altensalzwedeler Reifenlager: In die Entsorgung kommt Bewegung.

rl/mei Altensalzwedel / Apenburg. Nachdem das Landesverwaltungsamt das Entsorgen der Restreifen in Altensalzwedel ausgeschrieben hat (AZ berichtete), hatte auch der Rat des Fleckens Apenburg-Winterfeld das Thema Altreifen auf dem Tisch.

Die Gemeinde will sich an den Entsorgungskosten beteiligen, die konkrete Höhe aber von den tatsächlichen Kosten abhängig machen.

Im Jahr 2012 war knapp die Hälfte der Altreifen weggeschafft worden, diesmal sollen alle restlos weg. Für Unverständnis hatte damals gesorgt, dass die bereitgestellten Mittel (150 000 Euro) nur zur Hälfte ausgegeben worden waren.

Nun stehen 95 000 Euro bereit – 75 000 Euro vom Land und 20 000 Euro vom Altmarkkreis, wie das Landesverwaltungsamt informiert. Die Entsorgung läuft als Ersatzvornahme, weil der Besitzer der Flächen in Altensalzwedel zwar bekannt, aber nicht auffindbar ist. Deshalb kann er nicht in die Verantwortung genommen und aufgefordert werden, die Gefahr zu beseitigen.

Die Ratsmitglieder von Winterfeld-Apenburg unterstrichen, dass der Flecken eine Kostenbeteiligung immer zugesagt habe. Sie vermuten, dass die veranschlagten Kosten von 95 000 Euro nicht ausreichen, weil die Entsorgung schwieriger sein werde als die bisherige Teilräumung: „Die meisten Reifen können jetzt nicht einfach so mit dem Radlader aufgeladen werden, weil sie in den Hallen liegen“, begründet Bürgermeister Harald Josten.

Der Flächenbesitzer wollte in den 1990er Jahren am Ortsrand von Altensalzwedel alte Reifen recyclen. 1800 Tonnen lagerten dort, 700 Tonnen wurden im vergangenen Jahr weggebracht. Die Altensalzwedeler lebten jahrelang in Angst, denn ein Brand auf dem Areal hätte eine Katastrophe bedeutet. Der Altmarkkreis hatte sogar schon Evakuierungspläne in der Schublade und ließ Brandschutzgassen anlegen.

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