Kindertagesstätte Bornsen will Qualität der Essenversorgung verbessern

Regional und gesund

Mit Liebe zubereitetes Essen schmeckt eben besser: Der kleine Mathis Starck (2) aus der Bornsener Kindertagesstätte kann davon nicht genug bekommen. Foto: Zuber

Bornsen. Die Kindertagesstätte „Haus der Zwerge“ in Bornsen will die Qualität der Essenversorgung für die Knirpse weiter verbessern.

„Wir setzen jetzt verstärkt auf eine regionale Versorgung für unsere Kinder und suchen zugleich nach geeigneten Alternativen zur Großküchennahrung“, sagte die Leiterin der Einrichtung, Kerstin Schröder. Gemeinsam mit den Eltern arbeitet sie weiter an der Verbesserung des Niveaus der Lebensmittelversorgung. „Vitamine, Rohkost, Gemüse, Obst und Milchprodukte haben bei uns oberste Priorität. Wenn das alles dann auch noch aus unserer Region stammt, ist es noch besser“, sagte Schröder der AZ.

Wie die Leiterin betonte, sei die Verbesserung der Essensversorgung ein Prozess und könne daher nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Am Ende zeigt sich aber, dass zum Beispiel Essen aus einer Großküche, die auch für Erwachsene kocht, nicht immer auch für Kleinkinder gut geeignet sei. „Wir haben uns daher in den vergangenen Tagen bewusst auch Angebote aus kleineren Küchen oder Gaststätten eingeholt“, betonte Kerstin Schröder, in deren Einrichtung derzeit durchschnittlich 20 Kinder untergebracht sind.

Doch die Bornsener Kita ist in der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf nicht die einzige Tagesstätte, die eine Umstellung vom Großküchen-essen hin zu regionaler Ernährung plant. Viele andere ziehen am gleichen Strang. Neben einem nahrhaften Mittagessen soll auch ein einheitliches und gesundes Frühstück angeboten werden. Bei ihren Beratungen im Zuge einer engeren Vernetzung der Einrichtungen durch das Projekt „Kita-Mobil“ haben die Erziehrinnen nämlich eines längst erkannt: „Wir müssen immer wieder deutliche qualitative Unterschiede bei dem Frühstück beobachten, dass die Knirpse in ihren Brottaschen von zu Hause mitbringen“, sagte Kerstin Schröder.

Damit einige Kinder nicht benachteiligt werden, wäre hier eine Vereinheitlichung sinnvoll. „Es gibt nämlich Kinder, die schielen auf den leckeren Joghurt oder den Pfirsich ihres Tischnachbarn, wenn sie selbst nur eine trockene Stulle vor sich haben“, erklärt die Bornsener Leiterin. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus Jübar, Mehmke und Abbendorf soll das Thema weiter diskutiert werden.

In der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf gibt es derzeit insgesamt 16 Kitas mit rund 680 Kindern sowie 120 Hortkindern und etwa 90 Erziehern. Für einen gemeinsamen Kita-Ausschuss sollen alle Beteiligten mit ins Boot: Eltern, Erzieher, Sozialausschuss und Verwaltung. Die VG kündigte außerdem die Förderung eines verstärkten Wettbewerbs unter den Einrichtungen an. Jeweils vier Kitas der VG sind miteinander vernetzt und zu einem so genannten Pool zusammengeschlossen.

Von Kai Zuber

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