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Denkmalpflegerische Rahmenkonzeption für den Beetzendorfer Park vorgestellt

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Von: Kai Zuber

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Die Allee mit den seltenen Sumpfzypressen im Beetzendorfer Park.
Die Allee mit den seltenen Sumpfzypressen im Beetzendorfer Park: Im Wegeverlauf achten die Planer darauf, einen guten Hell-Dunkel-Kontrast zu schaffen. Baumgruppen sollen unterpflanzt und Sichtachsen hervorgehoben werden. © Freier Mitarbeiter

Was ist angedacht bei der geplanten Sanierung und Wiederherstellung im Beetzendorfer Park? Basierend auf dieser zentralen Frage, wurde nun die denkmalpflegerische Rahmenkonzeption für das Areal durch Planerin Christa Ringkamp auf Einladung von Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe vorgestellt.

Beetzendorf – Gemeinsam mit Diplom-Ingenieurin Fiona Laudamus und dem technischen Zeichner Boris Placzek hatte Ringkamp in enger Zusammenarbeit mit dem Verein der Heimatfreunde Beetzendorf an einem ausgeklügelten Konzept für den Park gefeilt. Das Hauptziel dabei: Die heute noch erkennbaren, die Parkanlage besonders prägenden Gartenbereiche und Elemente sollten unbedingt wiederhergestellt werden, um die gestalterische Qualität der Anlage erlebbar und alte Strukturen sichtbar zu machen. Das schließt die Vegetation und den artenreichen Gehölzbestand mit den Einzel- und Gruppenpflanzungen und Gehölzquartieren, die Wiesen- und Wasserflächen, das räumliche Gefüge des Gesamtensembles und nicht zuletzt die Sichtbeziehungen mit ein.

Dazu gehört laut Christa Ringkamp die Schaffung von Vegetationsflächen und Sichtachsen im Park sowie notwendige Bestandslichtungen durch etappenweise zu vollziehende Baumentnahmen. Einen zunehmenden Wildwuchs, insbesondere des Ahorns, gelte es im Park zu stoppen. Das Ergänzen der Eichenallee am östlichen Abschnitt des früheren Wirtschaftswegs durch Neupflanzung ist ebenso angedacht.

In einem Maßnahmenplan sind alle Bäume gekennzeichnet, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. „Den historischen Vegetationsbestand mit Altbäumen, Gehölzgruppen, Strauchformationen, Stauden, Bodendeckern, Wiesenbereichen und Frühjahrsblühern gilt es zu erhalten“, betonte die Planerin bei ihrer Präsentation. Bestimmte Wiesenflächen sollen aufgeweitet, gekennzeichnete Gehölzränder zurückgesetzt und neue Blühaspekte geschaffen werden. Kräutereinsaaten und das Stecken von Blumenzwiebeln schaffen zudem Kontraste.

Im Wegeverlauf achten die Planer ferner darauf, einen guten Hell-Dunkel-Unterschied zu schaffen. Baumgruppen sollen unterpflanzt, Sichtachsen hervorgehoben, Sturmschäden beseitigt und Gehölzränder neu strukturiert werden. Auch die Sicherung des historischen Wasser- und Wegesystems im Park mit Stauanlagen und vergrößerten Wasserflächen ist angedacht. Der Wegebau wird im vorgestellten Plankonzept als Maßnahme des langfristigen Handlungsbedarfes eingeschätzt. Ausgenommen davon sind Arbeiten, die der Verkehrssicherungspflicht unterliegen.

„Aus dem aktuellen Wissensstand heraus werden ausschließlich wassergebundene Wegedecken vorgeschlagen, deren Deckmaterial kiesige bis erdfarbene Töne aufweisen sollte“, so Planerin Ringkamp. Einheitliche Sitzbänke sowie die Sanierung der Sitzgelegenheiten in der Freilichtbühne gelten in Verbindung mit einer besseren Beleuchtung und einem Park-Informationssystem zu den mittel- bis langfristigen Maßnahmen des Beetzendorfer Parkkonzeptes.

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